Traditionsreiche Wiener Schnitzelkette muss aufgeben: Schnitz’l Land steht vor dem finanziellen Aus. Trotz Insolvenzverfahren bleiben die vier Filialen vorerst geöffnet.
Die Wiener Restaurantkette Schnitz’l Land hat am 18. November 2025 ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Die Betreiberfirma EA Systemgastronomie GmbH sieht sich laut Oe24 nicht mehr in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu bedienen. Das Gericht hat bereits eine Insolvenzverwalterin eingesetzt, die nun eine Bewertung des Unternehmensvermögens vornimmt. Erst nach Abschluss dieser Prüfung können Aussagen über mögliche Gläubigerquoten getroffen werden. Für die Anmeldung von Forderungen haben Gläubiger eine Frist bis Anfang Jänner 2026.
Gastronomie unter Druck
Der Fall Schnitz’l Land verdeutlicht die aktuellen Schwierigkeiten im Gastronomiesektor. Sowohl diese Kette als auch der Mitbewerber Wienerwald leiden unter den Auswirkungen von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit, die zu erheblichen Kostensteigerungen geführt haben. Vorerst bleiben alle vier Filialen der Kette für Gäste zugänglich. An den bestehenden Öffnungszeiten und am Lieferservice werden zunächst keine Änderungen vorgenommen.
Ein Mitarbeiter des Standorts in Wien-Penzing beschrieb die Situation gegenüber Gastro News mit den Worten, man hangele sich derzeit „von Tag zu Tag“.
⇢ Heute offen, morgen auch. Mehr wissen wir nicht“ – Wiener Kult-Gastro wankt
Betroffene Standorte
Die vier Standorte der Restaurantkette befinden sich in der Hütteldorfer Straße in Wien-Penzing, der Anton-Sattler-Gasse in Wien-Liesing, der Viktor-Kaplan-Straße in Wien-Donaustadt sowie der Schüttaustraße in Wien-Leopoldstadt.
Auch ein traditionsreiches deutsches Parfümerieunternehmen mit über 140 Filialen hat Insolvenz angemeldet.