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Klimawandel

Klimawandel frisst Weihnachtsschnee: Wo Österreich einst im Weiß versank

Klimawandel frisst Weihnachtsschnee: Wo Österreich einst im Weiß versank
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Weiße Weihnacht wird in Österreich zum Mythos. Während früher meterhohe Schneedecken das Fest prägten, sorgt der Klimawandel heute für grüne Dezemberlandschaften.

Die Tradition der weißen Weihnacht schwindet in Österreich zusehends. In den niedrigeren Lagen des Landes ist Schnee zum Fest mittlerweile eine Seltenheit geworden. Der Klimawandel sorgt dafür, dass Dezemberschnee immer rarer wird.

Laut Klimatologe Alexander Orlik hat sich die Durchschnittstemperatur im letzten halben Jahrhundert um etwa zwei Grad nach oben verschoben. Dies führt dazu, dass Schneedecken rascher tauen und Niederschläge häufiger als Regen fallen. Selbst in höheren Regionen garantiert erst eine Seehöhe ab 800 Metern mit einiger Sicherheit eine weiße Weihnachtslandschaft, wobei auch dort die Temperaturen angestiegen sind.

In den Landeshauptstädten waren die letzten Weihnachtsschneefälle rar: Wien erlebte sie 2012, Innsbruck 2017, Klagenfurt 2021, während Bregenz, Innsbruck und Klagenfurt 2024 beschneit waren.

⇢ Festliche Vorhersage: Wird dieses Weihnachten ein weißer Winter-Traum?

Historische Schneemengen

Die Datenauswertung der Geosphere Austria zeigt, dass 2010 das letzte Jahr war, in dem mehrere Bundesländer gleichzeitig eine weiße Weihnacht feiern konnten – darunter Bregenz, Salzburg, Linz, Wien, Graz und Klagenfurt. Vor der Jahrtausendwende präsentierte sich die Situation deutlich anders: In Innsbruck türmte sich 1962 am Heiligen Abend eine 96 Zentimeter hohe Schneedecke, Graz verzeichnete 1994 am Christtag 55 Zentimeter, und in St. Pölten lagen am 24. Dezember 1969 immerhin 50 Zentimeter.

Auch die Temperaturextreme zu Weihnachten stammen aus vergangenen Zeiten – von eisigen minus 29 Grad in Tamsweg im Jahr 1944 bis zu frühlingshaften 19,1 Grad in Salzburg 2013.

Aktuelle Prognose

Für das diesjährige Weihnachtsfest lassen sich noch keine verlässlichen Vorhersagen treffen. Allerdings zeichnet sich ab, dass bis zum Beginn der kommenden Woche kaum nennenswerter Neuschnee zu erwarten ist. Die Wetterprognose für die nächsten Tage deutet auf außergewöhnlich milde Temperaturen hin, mit Plusgraden bis in alpine Höhenlagen.

Die Aussichten auf eine schneebedeckte Weihnachtslandschaft sind daher eher ungünstig.

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KO KOSMO-Redaktion
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