Ein Routineeinsatz zur Vollstreckung eines Haftbefehls eskalierte dramatisch, als Mutter und Schwester des Gesuchten die Polizeibeamten attackierten.
In den frühen Morgenstunden des Sonntags rückten Polizeibeamte zu einem Mehrparteienhaus in Wien-Leopoldstadt aus, um einen Haftbefehl gegen einen 18-Jährigen zu vollstrecken. Als die Mutter des Gesuchten nach mehrmaligem Klopfen schließlich öffnete, drangen bereits laute Schreie aus der Wohnung bis auf den Flur. Neben der Mutter hielten sich auch zwei Geschwister in der Wohnung auf. Den gesuchten jungen Mann konnten die Beamten zunächst nicht sichten, entdeckten ihn jedoch nach kurzer Durchsuchung unter einem Bett versteckt und nahmen ihn vorläufig fest.
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Eskalation vor Ort
Die Amtshandlung nahm eine unerwartete Wendung, als die Mutter zunehmend die Beherrschung verlor und die Einsatzkräfte verbal attackierte. Auch die 19-jährige Schwester des Festgenommenen mischte sich ein, überhäufte die Uniformierten mit Beschimpfungen und ging schließlich körperlich gegen sie vor. Dies führte umgehend zu ihrer vorläufigen Festnahme.
Die angespannte Situation verschärfte sich weiter, da die Mutter trotz wiederholter Ermahnungen ihr aggressives Verhalten fortsetzte, was letztlich in ihrer verwaltungsstrafrechtlichen Festnahme mündete.
Der Vorfall zeigt exemplarisch, mit welchen unvorhersehbaren Eskalationen Polizeikräfte bei Routineeinsätzen konfrontiert werden können, wenn Familienangehörige gegen behördliche Maßnahmen vorgehen.