Beim Griff nach dem Sieg wurde ein Melonen-Wettessen zum tödlichen Drama. Nun erhebt die Witwe des Verstorbenen schwere Vorwürfe gegen das Ferienresort.
Ein 37-jähriger Familienvater starb bei einem Melonen-Wettessen in einem brasilianischen Ferienresort. Der Vorfall ereignete sich am 11. Dezember im São-Pedro-Thermas-Resort in São Paulo. Carlos C. hinterlässt vier Kinder im Alter zwischen vier Monaten und 14 Jahren.
Seine Ehefrau Kimberly erhebt nun schwerwiegende Anschuldigungen gegen die Verantwortlichen der Ferienanlage. Ihren Schilderungen zufolge fehlte ihrem Mann nur ein Stück Melone zum Sieg, als die Tragödie ihren Lauf nahm. Ein Mitarbeiter habe Carlos darauf hingewiesen, woraufhin dieser versuchte, das verbliebene Stück vom Tisch zu essen.
Aufgrund seiner Körpergröße von 1,80 Metern sei der Tisch jedoch zu niedrig gewesen. Obwohl Carlos nicht mehr reagierte, habe der Angestellte die Situation ignoriert und sei weitergegangen.
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Hilfeversuche der Gäste
Während das Hotelpersonal laut Kimberly untätig blieb, versuchten andere Urlauber, dem Mann mit Erste-Hilfe-Maßnahmen wie dem Heimlich-Manöver und einer Herz-Lungen-Massage zu helfen. Die Witwe kritisiert besonders, dass selbst eine anwesende Krankenschwester des Resorts nicht eingeschritten sei.
Sie erwägt nun rechtliche Schritte gegen die Ferienanlage, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Resort weist Vorwürfe zurück
Das Management des Resorts weist die Vorwürfe entschieden zurück. In einer Stellungnahme betont die Einrichtung, dass ausgebildetes Fachpersonal sofort Erste Hilfe geleistet und den Rettungsdienst verständigt habe.
Der Verunglückte sei vor Ort versorgt und anschließend in ein Krankenhaus transportiert worden. Bei dem Wettbewerb, an dem Carlos teilnahm, handelt es sich um einen festen Programmpunkt des familienorientierten Resorts.
Am Unglückstag nahmen neben ihm noch drei weitere Männer und eine Frau an dem Wettessen teil.