Von Kiritimati bis Amerikanisch-Samoa: Der Jahreswechsel rollte in spektakulären Feuerwerken und unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen um den Globus – nicht überall friedlich.
Milliarden Menschen weltweit haben den Jahreswechsel gefeiert. Den Auftakt machte das Südsee-Atoll Kiritimati mit seinen rund 7300 Einwohnern, das zum Inselstaat Kiribati gehört – bereits um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
Deutschlands Silvesterbilanz
In Deutschland verlief die Silvesternacht mit gemischter Bilanz. Die größten Open-Air-Veranstaltungen fanden am Brandenburger Tor in Berlin, am Hamburger Hafen und in der Münchner Innenstadt statt. Der Jahreswechsel blieb jedoch nicht überall friedlich.
Vielerorts wurden Attacken auf Einsatzkräfte registriert. In Berlin kam es zu mehreren hundert Festnahmen. Nach den Übergriffen auf Rettungskräfte und Polizei in den vergangenen Jahren waren die Sicherheitsbehörden bundesweit mit verstärkter Präsenz im Einsatz – allein in Berlin patrouillierten 4300 Polizeibeamte.
Dort erlitten 21 Polizisten leichte Verletzungen durch Knalltraumata nach Böllerbeschuss oder bei Widerstandshandlungen. Die Ordnungshüter nahmen vorübergehend etwa 400 Personen fest. In Hamburg wurden nach derzeitigem Kenntnisstand zehn Polizeibeamte so schwer verletzt, dass sie ihren Dienst nicht fortsetzen konnten.
Tragische Unfälle überschatteten die Feiern: In Bielefeld verloren zwei 18-Jährige durch selbst hergestellte Pyrotechnik ihr Leben. Bei Rostock büßte ein 23-Jähriger seine linke Hand durch einen explodierenden Böller ein. In Leipzig erlitt eine 16-Jährige schwere Handverletzungen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörper zu zünden. Landesweit standen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst im Dauereinsatz.
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Internationale Zwischenfälle
In den Niederlanden eskalierte die Lage während der Silvesternacht. Dort waren Böller und Raketen zum letzten Mal zum Jahreswechsel erlaubt. In zahlreichen Städten mussten Einsatzkräfte wegen Gewaltausbrüchen sowie Unfällen und Zwischenfällen mit Pyrotechnik ausrücken.
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In Breda wurden Polizisten mit Molotowcocktails attackiert. In Amsterdam geriet eine Kirche in Brand. Der letzte bewohnte Ort der Erde, der ins neue Jahr startete – zwölf Stunden nach Deutschland – ist Amerikanisch-Samoa.
Die Pazifikinsel liegt 220 Kilometer östlich von Samoa auf der gegenüberliegenden Seite der internationalen Datumsgrenze.