Nach dem Geständnis eines Bekannten entdeckten Beamte die Leiche von Joyce P. im Erdkeller. Ihr Lebensgefährte hatte sie erdrosselt und tagelang mit dem Toten gelebt.
Eine 36-jährige Frau wurde am Dienstag, dem 13. Jänner, tot in einem Einfamilienhaus in Wilfersdorf (Bezirk Mistelbach) aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass Joyce P. bereits am 5. Jänner 2026 von ihrem Lebensgefährten Stefan S. mit einem Seil erdrosselt worden war. Nach der Tat lebte der Täter mehrere Tage mit der Leiche unter einem Dach, bevor er den Körper in einem Erdkeller verbarg.
Die Entdeckung des Verbrechens erfolgte, nachdem ein Bekannter des Täters bei der Polizei vorstellig wurde. Der Mann gab an, Stefan S. habe ihm telefonisch den Mord gestanden. Polizeibeamte begaben sich umgehend zum Tatort, wo Stefan S. die Tat einräumte und die Einsatzkräfte zur Leiche führte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise auf weitere Tatbeteiligte.
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Opferprofil
Das Opfer hatte das Haus gemeinsam mit dem Täter gemietet und war erst im Juni 2025 von Mistelbach nach Wilfersdorf gezogen. Die gebürtige Deutsche aus Cuxhaven hinterlässt mehrere Schwestern sowie ihren Hund „Akuma“. Bekannte beschreiben Joyce P. durch ihr charakteristisches Erscheinungsbild mit blondierten, glatten Haaren, schwarzem Eyeliner und einem Monroe-Piercing.
Zu ihren Leidenschaften zählten Spaziergänge mit Hunden und die Musik des Rappers SIDO. Ein von ihr auf Facebook geteilter Song von Tate McRae mit dem Titel „You broke me first“ deutet möglicherweise auf ihre emotionale Verfassung hin.
Letzte Aktivitäten
Besonders innig war die Beziehung der Verstorbenen zu ihrem Husky „Spyke“, mit dem sie regelmäßig Ausflüge in die Natur unternahm. Auch mit „Akuma“ war sie noch aktiv, wie ein Social-Media-Beitrag von vor etwa fünf Wochen zeigt, auf dem sie mit dem Hund im Schnee zu sehen ist.
Kurz vor ihrem Tod teilte Joyce P. auf Facebook noch glückliche Momente und veröffentlichte gemeinsame Bilder mit Stefan S. Dazu schrieb sie: „Unsere Geschichte ist vielleicht nicht die typische, aber ich bin dankbar für jeden Moment, den wir gemeinsam erlebt haben.“ Wir haben uns gefunden und unsere Beziehung hat sich auf eine besondere Weise entwickelt.
Die Untersuchungen zum exakten Tathergang dauern weiterhin an.