Millionenschweres Urteil erschüttert Uber: Nach dem sexuellen Missbrauch einer jungen Frau muss der Fahrdienst zahlen – und tausende weitere Klagen stehen bereits an.
Uber muss 8,5 Millionen Dollar nach Vergewaltigungsvorwurf zahlen. Ein Gericht in Arizona hat den Fahrdienstvermittler zu dieser Summe verurteilt, nachdem eine 19-jährige Frau angegeben hatte, von einem Fahrer sexuell missbraucht worden zu sein. Die Klägerin befand sich zum Tatzeitpunkt unter Alkoholeinfluss, der sich mit ihren Medikamenten nicht vertrug. Der Fall markiert den Auftakt zu mehr als 3.000 ähnlich gelagerten Verfahren, die vor einem US-Bundesgericht gebündelt wurden.
Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen haben, da sie die grundsätzliche Frage der Verantwortlichkeit des Unternehmens für Straftaten seiner Fahrer aufwirft. Uber vertritt seit jeher den Standpunkt, nicht für kriminelles Verhalten der Fahrer zur Rechenschaft gezogen werden zu können.
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Urteil in Phoenix
Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Arizona hat am Donnerstag in Phoenix den Fahrdienstvermittler Uber wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen seiner Chauffeure schuldig gesprochen.