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Personalmangel

Tourismus in Kroatien: Wettlauf um 65.000 Saisonkräfte hat begonnen

Tourismus in Kroatien: Wettlauf um 65.000 Saisonkräfte hat begonnen
FOTO: iStock/Igor Vershinsky
2 Min. Lesezeit |

Während Urlauber noch vom Sommer träumen, kämpft Kroatiens Tourismusbranche längst um jede Fachkraft. Der Wettlauf um 65.000 Saisonarbeiter hat bereits begonnen.

Die Personalbeschaffung für die kroatische Tourismussaison beginnt deutlich früher als viele vermuten. „Der entscheidende Zeitraum liegt bereits im Jänner und Februar“, erklärt Alen Mrvac, PR-Spezialist bei Alma Career Croatia/Moj posao. „Bis Ende Februar haben die meisten Arbeitgeber ihre Kernbelegschaft bereits zusammengestellt. Danach werden nur noch bei Bedarf Lücken gefüllt – quasi Notlösungen im April oder Mai.“

Für ausländische Saisonkräfte beginnt die Rekrutierung sogar noch früher. Wie HRT berichtet, läuft die Suche bereits seit Oktober des Vorjahres, um rechtzeitig alle Arbeitsgenehmigungen zu sichern. Bernard Zenzerovic, Direktor des Verbands der kroatischen Hotelunternehmer, unterstreicht den enormen Personalbedarf: „Wir benötigen etwa 65.000 Saisonkräfte.“ Davon versuchen wir, möglichst viele auf dem heimischen Markt zu gewinnen, was jedoch nicht vollständig gelingt. Wir rechnen mit rund 15.000 einheimischen Saisonarbeitern und etwa 50.000 ausländischen Arbeitskräften – ähnlich wie im Vorjahr.

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Attraktive Gehälter gesucht

Eine Umfrage des Portals Moj posao zeigt: Einheimische Arbeitnehmer entscheiden sich eher für Saisonarbeit, wenn das Gehalt durchschnittlich 30 bis 40 Prozent über dem Lohnniveau für vergleichbare Tätigkeiten im Landesinneren liegt. Besonders gefragt sind Köche, Kellner, Konditoren, Zimmermädchen, Rezeptionisten, Animateure und Verkaufspersonal. Mrvac betont dabei den Fokus auf Qualifikation: „Die Betriebe suchen vor allem hochqualifizierte Kräfte mit umfassender Erfahrung, die echten Mehrwert schaffen und das Serviceniveau anheben können. Solches Personal ist rar und muss entsprechend gut bezahlt werden. Allerdings sind die Anforderungen etwas gesunken – wo früher fünf Jahre Berufserfahrung verlangt wurden, genügen heute oft drei Jahre.“

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Steigende Personalkosten

Zenzerovic weist zudem auf die wirtschaftliche Herausforderung steigender Personalkosten hin: „Seit 2019 sind die Arbeitskosten und Gehälter im Hotelgewerbe um etwa 75 Prozent gestiegen“, während die Einnahmen nur um rund 58 Prozent zulegten. Die Branche investiert erheblich in bessere Arbeitsbedingungen, Unterkunftsqualität und Weiterbildung.

Trotz der Notwendigkeit ausländischer Arbeitskräfte bemühen sich die Arbeitgeber auch verstärkt um alternative Personalquellen wie Rentner, Schüler, Studenten und Arbeitslose.

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KO KOSMO-Redaktion
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