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Saharastaub über Österreich: Falsch waschen zerstört den Autolack

Saharastaub über Österreich: Falsch waschen zerstört den Autolack
FOTO: iStock/Martina Cross
2 Min. Lesezeit |

Saharastaub hat Österreichs Autos eingestaubt – und wer jetzt falsch putzt, riskiert bleibende Schäden am Lack.

Wer am Dienstag sein Auto im Freien abgestellt hatte, konnte den Saharastaub mit bloßem Auge auf dem Lack erkennen. Experten raten jedoch zur Vorsicht beim Reinigen: Die feinen Partikel können ähnlich wie Schleifmittel wirken und die Lackoberfläche beschädigen. Sinnvoll ist es daher, zunächst mit reichlich Wasser vorzuspülen und den gröbsten Schmutz zu lösen, ehe Schwamm oder Tuch zum Einsatz kommen.

ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber ordnet das Ausmaß des Ereignisses ein: „Sind tatsächlich 10.000 bis 20.000 Tonnen Staub gerade über Niederösterreich.“ Gleichzeitig relativiert er die Lage: Nur ein geringer Anteil dieser Staubmasse sinke tatsächlich bis zum Boden ab – der überwiegende Teil werde in der Atmosphäre weitertransportiert und verteilt. Bis spätestens Freitag soll das Phänomen abklingen.

Lackschutz beachten

ÖAMTC-Techniker Florian Merker rät auf der Website des Autofahrerclubs, sowohl den Fahrzeuglack als auch die Filteranlagen im Blick zu behalten: „Hat sich der Sand dann mal gesetzt, empfiehlt sich zeitnah eine gründliche Autowäsche, um Lackschäden vorzubeugen.“ Darüber hinaus könne auch der Innenraum- beziehungsweise Pollenfilter von den feinen Sandpartikeln in Mitleidenschaft gezogen werden – wer den Filter ohnehin schon länger nicht erneuert hat, findet im Frühjahr einen guten Anlass dafür.

Merker spricht sich klar für die Reinigung in einer Waschanlage aus: „Bei einer Wäsche per Hand besteht die Gefahr, dass bei zu wenig Wasser die feinen Sandpartikel im Schwamm Kratzer im Lack hinterlassen.“ Eine Waschanlage – vor allem mit Vorwäsche – schone den Lack deutlich besser. Im Anschluss an die Wäsche sollte die Lackoberfläche sorgfältig auf Beschädigungen geprüft werden, die rasch zu beheben sind, um späterer Rostbildung vorzubeugen. Auch die Scheibenwischblätter sollten einer Kontrolle unterzogen werden.

Lange Wartezeiten

Derzeit befindet sich der Saharastaub in vergleichsweise hohen Luftschichten, weshalb die Trübung am Boden weniger ausgeprägt ist als bei ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit. Wie Oberhuber erklärt: „Wenn sich Niederschlag sammelt und herunterfällt, nimmt dieser Regen einen Teil des Staubes mit.“ Genau dieser Mechanismus ist dafür verantwortlich, dass besonders am Dienstag auf Autos, Fensterscheiben und anderen Außenflächen jene charakteristischen schmutzigen Flecken sichtbar wurden.

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KO KOSMO-Redaktion
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