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Konsequenzen

Drohnen-Alarm: Slowakei macht Grenzen zur Ukraine dicht

Drohnen-Alarm: Slowakei macht Grenzen zur Ukraine dicht
FOTO: EPA/GRZEGORZ MOMOT
2 Min. Lesezeit |

Russische Drohnen über der Westukraine – und ein EU-Nachbarland zieht sofort die Konsequenzen. Die Lage eskaliert weiter.

Die slowakische Regierung hat sämtliche Grenzübergänge zur Ukraine mit sofortiger Wirkung geschlossen. Die Finanzverwaltung des Landes gab diese Entscheidung am Mittwochnachmittag bekannt und nannte als Begründung Sicherheitsbedenken. Die Maßnahme gilt vorerst auf unbestimmte Zeit.

Die betroffene Grenzlinie ist zugleich EU-Außengrenze. Die Bevölkerung wurde von der Finanzverwaltung aufgefordert, sich laufend über die aktuelle Lage zu informieren und den Anweisungen der zuständigen Mitarbeitenden sowie der Polizei Folge zu leisten. Über die weitere Entwicklung werde man kontinuierlich berichten.

Russische Angriffe

Bereits am Mittwoch hatte das russische Militär bei hellem Tageslicht Angriffe auf kritische Infrastruktur im Westen der Ukraine geflogen. Die Tageszeitung SME führte die Grenzschließung auf russische Drohnenangriffe zurück, die auch westliche Landesteile der Ukraine erfasst hätten – darunter die Region rund um Uschgorod. Bei den Angriffen kamen am Mittwoch mindestens sechs Menschen ums Leben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf der Plattform X, Russland töte nach dem Ende der dreitägigen Waffenruhe am Montag wieder Ukrainerinnen und Ukrainer. „Der Druck auf Russland darf deshalb in keiner Weise nachlassen.“ Nur entschlossener gemeinsamer Druck und die Stärkung der Ukraine, einschließlich der Ausweitung der Luftabwehr, „können den Aggressor dazu zwingen, diplomatisch auf einen verlässlichen Frieden und ein Ende der Morde hinzuarbeiten“.

Das Nachbarland Polen reagierte mit dem Aufsteigen von Kampfjets, betonte jedoch, dass der Luftraum des NATO-Mitglieds zu keinem Zeitpunkt verletzt worden sei. Auch die ungarische Außenministerin Anita Orban verurteilte die Angriffe und kündigte an, das Thema werde bei der ersten Kabinettssitzung der neuen Regierung auf der Tagesordnung stehen.

Waffenruhe & Gegenangriffe

Die dreitägige Waffenruhe, die von Samstag bis Montag gegolten hatte, war auf Betreiben Moskaus durch US-Präsident Donald Trump vermittelt worden. Auf ukrainischer Seite hatte das Militär zuletzt unter anderem eine gasverarbeitende Anlage am Kaspischen Meer sowie eine Fabrik in Südrussland mit Drohnen attackiert.

Wie der ukrainische Generalstab mitteilte, sei die Produktion in Jaroslawl für die Versorgung der russischen Armee von Bedeutung, während die Anlage in Astrachan in die Versorgungskette des militärisch-industriellen Komplexes Russlands eingebunden sei.

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KO KOSMO-Redaktion
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