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Energiewende

Größter Gasfund seit 40 Jahren: OMV startet Förderung

Größter Gasfund seit 40 Jahren: OMV startet Förderung
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Österreichs größter Gasfund seit 40 Jahren geht in Betrieb – mit Milliarden-Potenzial und prominenter Politprominenz bei der Eröffnung.

Der Energiekonzern OMV hat in der niederösterreichischen Gemeinde Wittau den Betrieb eines neuen Gasfeldes aufgenommen. Der Gasfund, dessen Entdeckung vor drei Jahren bekanntgegeben worden war, gilt als einer der bedeutendsten in Österreich seit mehreren Jahrzehnten. Die offizielle Eröffnung der Produktion fand in Anwesenheit von Bundeskanzler Christian Stocker, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sowie Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner statt, die alle der ÖVP angehören.

Stocker betonte bei dem Anlass: „Der heutige Produktionsstart ist mehr als die Erschließung eines neuen Gasfeldes. Gerade die aktuellen geopolitischen Verwerfungen führen sehr deutlich vor Augen, wie wichtig es ist, die eigenen Potenziale klug zu nutzen.“

Produktion & Investitionen

In der ersten Ausbaustufe ist eine Förderung von 11 Terawattstunden Gas vorgesehen, was rechnerisch ausreicht, um rund 100.000 Haushalte über einen Zeitraum von zehn Jahren mit Wärme zu versorgen. Nachdem die Investitionsentscheidung Anfang 2025 getroffen wurde, läuft die Förderung bereits im zweiten Quartal 2026 an und steht damit rechtzeitig vor dem Winter 2026/27 zur Verfügung.

Für die erste Phase plant OMV Investitionen in Höhe von 150 Millionen Euro, aufgeteilt auf 70 Millionen Euro für Bohrungen und 80 Millionen Euro für die notwendige Infrastruktur. Das Vorhaben soll Arbeitsplätze schaffen, regionale Wertschöpfung generieren und technologisches Know-how in Österreich stärken.

Vollausbau-Potenzial

Das Gesamtpotenzial des Feldes wird mit bis zu 48 Terawattstunden förderbaren Ressourcen beziffert, für deren Erschließung ein Investitionsrahmen von bis zu 500 Millionen Euro im Raum steht. OMV-Chef Alfred Stern erklärte dazu: „In Wittau bringt OMV den größten Gasfund der letzten 40 Jahre erfolgreich in Produktion.“ Gas sei dabei „ein zentraler Energieträger der Transformation“ – sowohl als Garant der aktuellen Versorgungssicherheit als auch als Brücke in ein künftiges sauberes Energiesystem.

Bei vollständigem Ausbau würde das Projekt in Wittau die Gasproduktion von OMV in Österreich insgesamt verdoppeln. Laut OMV liegt die aktuelle heimische Gasförderung des Konzerns bei rund 5 Terawattstunden pro Jahr. Mit potenziell 48 Terawattstunden, was rund 4,2 Milliarden Normkubikmetern entspricht, könnte die heimische Gasförderung langfristig gesichert und ausgebaut werden.

Das für den weiteren Ausbau veranschlagte Investitionspotenzial von rund 500 Millionen Euro ist jedoch an zukünftige unternehmerische Entscheidungen sowie an die Entwicklung der Marktbedingungen geknüpft.

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KO KOSMO-Redaktion
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