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WM 2026

Paraguay schießt Türkei nach 64 Sekunden nach Hause (VIDEO)

Paraguay schießt Türkei nach 64 Sekunden nach Hause (VIDEO)
FOTO: EPA/BENJAMIN FANJOY
3 Min. Lesezeit |

64 Sekunden reichten, um türkische WM-Hoffnungen zu zerstören. Das Aus trifft ein ganzes Land – und entfacht alte Debatten neu.

Nach gerade einmal 64 Sekunden war der türkische WM-Traum Geschichte. Matias Galarza traf für Paraguay in der zweiten Minute ins Netz und versetzte der Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella einen Schlag, von dem sie sich nicht mehr erholen sollte. Das 0:1 (0:1) gegen die Südamerikaner bedeutet das vorzeitige Aus bei der Weltmeisterschaft – trotz numerischer Überlegenheit in der zweiten Halbzeit, trotz aller Bemühungen, das Spiel noch zu drehen.

Das Gruppenfinale gegen die USA ist damit zur reinen Formsache verkommen. Die Amerikaner stehen durch die türkische Niederlage bereits als Gruppensieger der Gruppe D fest – sportlich hat die Partie für die Türkei keinerlei Bedeutung mehr.

Almirón sieht Rot

Dabei hätten die Vorzeichen kaum besser sein können für eine Wende. Miguel Almiron leistete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen folgenschweren Aussetzer: Der Mittelfeldspieler hielt sich demonstrativ den Mund zu, als er in Richtung Mert Müldür einige Worte richtete. Der Videoassistent griff ein, die neue Regelung wurde in Santa Clara, Kalifornien, erstmals konsequent angewandt – Almiron sah die Rote Karte. Paraguay musste die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten.

Doch die Türkei, nun mit einem Mann mehr auf dem Platz, biss sich an den tief gestaffelten Reihen Paraguays die Zähne aus. Die Südamerikaner warfen sich in jeden Zweikampf, verteidigten mit Leidenschaft und ließen kaum Räume zu. Für die Türken entwickelte sich die Partie zum zermürbenden Geduldsspiel – ohne Erfolg.

Montellas schwere Last

Das Aus trifft die Türkei mit besonderer Wucht. Bereits die Auftaktpleite gegen Australien hatte für Aufruhr gesorgt. Montella reagierte auf die harsche öffentliche Kritik damals mit den Worten, er finde diese „sehr enttäuschend“, und forderte Solidarität sowie Respekt für seine Spieler. Nun ist es endgültig: Jungstar Arda Güler und seine Mitspieler sind raus – bei der erst dritten WM-Teilnahme des Landes überhaupt. In der Heimat dürften die ohnehin schon hitzigen Debatten nach diesem Abend erneut aufflammen.

Paraguay hingegen darf weiterhin von der K.o.-Runde träumen. Für die Südamerikaner ist es die erste WM-Teilnahme seit 2010, als sie bis ins Viertelfinale vordrangen. Mit dem Sieg gegen die Türkei haben sie nicht nur die eigenen Chancen gewahrt, sondern den USA nebenbei auch zum frühzeitigen Gruppensieg verholfen.

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KO KOSMO-Redaktion
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