Ein Flug, eine Waffenlieferung – und Daten, die nie öffentlich werden sollten. Der Flughafen Wien steht im Visier einer Hackergruppe.
Am 18. Juli transportierte der Flug TP1271 von Wien nach Portugal eine ungewöhnliche Ladung: 1590 Kilogramm Glock-Pistolen. Dass österreichische Schusswaffen diesen Weg nehmen, ist für sich genommen kein Aufsehen erregender Vorgang – die portugiesischen Streitkräfte haben die Glock als Standardwaffe eingeführt.
Zweifelhafte Datenlage
Was hingegen aufhorchen lässt: Informationen darüber, wann und auf welchem Weg Waffen per Luftfracht verschickt werden, sind grundsätzlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Genau diese Daten sollen nun jedoch zugänglich sein – weil eine Hackergruppe nach eigenen Angaben in die Systeme der Flughafen Wien AG eingedrungen ist. An der Darstellung bestehen allerdings erhebliche Zweifel.
Eine Hackergruppe erhebt den Anspruch, im Besitz sensibler Daten der Flughafen Wien AG zu sein. Ob es sich dabei um einen tatsächlichen Cyberangriff handelt oder lediglich um einen inszenierten Marketing-Stunt, ist bislang nicht geklärt.