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Fahndung

Anschlag auf Regenbogenparade – Eine Tote, mehrere lebensgefährlich verletzt

Anschlag auf Regenbogenparade – Eine Tote, mehrere lebensgefährlich verletzt
FOTO: EPA/CLEMENS BILAN EPA/Polizei Berlin
3 Min. Lesezeit |

Berlin in der Nacht: Ein Fest der Vielfalt endet in Chaos und Trauer – und ein Verdächtiger ist noch immer auf der Flucht.

Ein 21-jähriger Mann namens Abdul B. wird im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin von der Polizei gesucht. Die Behörden warnten ausdrücklich davor, den Verdächtigen anzusprechen, da er möglicherweise bewaffnet und gefährlich sei. Bei dem Vorfall kam eine Frau ums Leben, 16 weitere Personen wurden verletzt.

Der Mann soll gegen 22.00 Uhr mit einem weißen Kastenwagen in der Nähe des Potsdamer Platzes in eine Menschenmenge gefahren sein. Neben der getöteten Frau erlitten drei weitere Personen lebensbedrohliche, acht schwere und fünf leichte Verletzungen. Der Fahrer prallte schließlich gegen einen Baum und flüchtete anschließend zu Fuß.

Zweite Tatphase?

Die Ermittler prüfen derzeit, ob es eine zweite Tatphase gegeben hat. Zeugenaussagen zufolge soll ein schwarz gekleideter Mann mit einer Machete am Tatort gesehen worden sein, wobei die Angaben zur Zahl der beteiligten Personen voneinander abweichen. Das betroffene Gebiet wurde weiträumig abgesperrt und durchsucht.

Der Verdächtige ist den Behörden bereits bekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet. Im Mai 2026 war er aus dem Jugendarrest entlassen worden; seine Familie lebt in Berlin.

Die Polizei appellierte an die Bevölkerung, bei einer Sichtung des Verdächtigen umgehend den Notruf zu wählen und keinesfalls selbst einzugreifen. Die Behörden warnten: „Sollten Sie den Mann antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!“ Der weiße Kastenwagen, bei dem es sich um ein Privatfahrzeug handelt, wurde am Tatort sichergestellt. In der Tatnacht kam es zu mehreren Polizeieinsätzen, darunter eine Durchsuchung in Berlin-Schöneberg, die jedoch ohne Festnahme endete.

Politische Reaktionen

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigte sich tief erschüttert und bezeichnete den Angriff als Anschlag auf die freie und weltoffene Gesellschaft. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sicherte die Unterstützung des Bundes zu. Bundeskanzler Friedrich Merz wurde noch in der Nacht informiert und unterstrich die Notwendigkeit, den Vorfall vollständig aufzuklären.

Der CSD, der von Hunderttausenden Menschen besucht worden war, wurde nach dem Angriff abgebrochen.

Die Veranstalter sagten alle weiteren geplanten Programmpunkte ab und baten die Anwesenden, das Gelände geordnet und ruhig zu verlassen.

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KO KOSMO-Redaktion
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