Ein Hühnerstall in Flammen, dichter Rauch über den Feldern – und ein Großaufgebot kämpft gegen die Ausbreitung.
Gegen 12:30 Uhr am Sonntag, dem 2. August 2026, wurden die Freiwillige Feuerwehr Pertlstein sowie die Wehren Fehring und Johnsdorf-Brunn mit dem Einsatzstichwort „Zimmerbrand“ alarmiert. Weil bereits auf der Anfahrt dichter Rauch über dem Einsatzgebiet sichtbar war, erhöhten die Verantwortlichen das Alarmstichwort, um zusätzliche Kräfte nachzufordern. Am Ende standen sieben Feuerwehren mit insgesamt 18 Fahrzeugen und 91 Einsatzkräften im Einsatz.
Brand im Hühnerstall
Vor Ort zeigte sich, dass das Feuer im Bereich eines Hühnerstalls ausgebrochen war. Bei dem Brand waren rund 15.000 Mastküken im Stall untergebracht. Die Ursache des Brandes war zunächst nicht geklärt, laut ersten Ermittlungen dürfte jedoch ein elektrischer Defekt das Feuer ausgelöst haben. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte das Feuer bereits begonnen, auf zwei benachbarte Gebäude überzugreifen.
Auch ein in unmittelbarer Nähe abgestellter Traktor sowie ein Mähdrescher waren durch die Flammen gefährdet. Mehrere Feuerwehren gingen gleichzeitig unter schwerem Atemschutz vor, um den Brand rasch zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Parallel dazu stellten die Mannschaften über einen Hydranten eine gesicherte Löschwasserversorgung her. Um den Tieren im Stall ausreichend Sauerstoff zuzuführen und den Rauch zu verdrängen, wurde an mehreren Stellen eine Druckbelüftung eingerichtet.
Koordinierter Löscheinsatz
Dank des koordinierten Vorgehens aller beteiligten Wehren konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und vollständig gelöscht werden. Mit einer Wärmebildkamera überprüften die Einsatzkräfte die betroffenen Bereiche abschließend auf verbliebene Glutnester. Die angrenzenden Gebäude sowie das landwirtschaftliche Gerät blieben unbeschädigt.
Ein Großteil der im Stall gehaltenen Küken überlebte den Brand, ein Teil der Tiere verendete jedoch infolge der Rauchgasentwicklung. Nach rund vier Stunden war der Einsatz beendet. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Pertlstein mit drei Fahrzeugen waren die Feuerwehren Fehring mit vier Fahrzeugen, Feldbach mit drei Fahrzeugen – darunter Drehleiter und Einsatzleitfahrzeug –, Hatzendorf mit einem Fahrzeug und Drohne, Johnsdorf-Brunn mit drei Fahrzeugen sowie Leitersdorf im Raabtal und Lödersdorf mit je zwei Fahrzeugen beteiligt.
Polizei und Rotes Kreuz mit einer Brandambulanz unterstützten die Feuerwehren vor Ort.