Draußen glüht der Asphalt – drinnen duftet es nach Lebkuchen. Wien erlebt gerade einen sehr ungewöhnlichen Saisonwechsel.
Mitten in der Hitzewelle, die Österreich derzeit fest im Griff hat, zieht in einem Geschäft in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus bereits der Duft der Vorweihnachtszeit ein. Ein Leser des Boulevardmediums „Heute“ stieß beim Einkaufen auf meterhohe Warenpaletten, die randvoll mit Schoko-Lebkuchen bestückt sind – ein Anblick, der angesichts der sommerlichen Temperaturen für Aufsehen sorgt.
Früher Verkaufsstart
Dass der Handel Weihnachtswaren längst nicht mehr erst im Herbst in die Regale räumt, hat sich als festes Muster etabliert. Der Verkaufsstart für die süßen Saisonklassiker rückt von Jahr zu Jahr weiter nach vorne – und löst damit verlässlich eine wiederkehrende gesellschaftliche Debatte aus.
Die Reaktionen der Kundschaft fallen dabei gespalten aus: Während ein Teil der Konsumenten die frühe Präsenz von Lebkuchen und Co. als übertrieben empfindet, nutzt ein anderer Teil die Gelegenheit bereitwillig, um bereits im Hochsommer zu den Lieblingsnaschereien der kalten Jahreszeit zu greifen.
Für einen Teil der Käuferinnen und Käufer kommt das saisonale Angebot schlicht zu früh.
Andere hingegen begrüßen es ausdrücklich, ihre bevorzugten Süßwaren bereits Monate vor dem Weihnachtsfest im Einkaufskorb zu haben.