18 Hektar Flammen, ein Löschhubschrauber über Badenden – die Wiener Lobau stand am Dienstag in Brand.
Ein Großeinsatz in der Wiener Lobau hat am Dienstag stundenlang Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte in Atem gehalten. Ausgelöst durch die anhaltende Trockenheit, hatte sich ein Waldbrand zu einem ausgedehnten Flächenbrand entwickelt. Gegen Abend gelang es den Einsatzkräften, das Feuer unter Kontrolle zu bringen – die Waldbrandgefahr bleibt dennoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Die MA 49 (Wiener Forstamt) wies ausdrücklich darauf hin, dass die aktuelle Trockenheit die Gefahr von Waldbränden erheblich erhöhe. Personenschäden gab es laut einer Mitteilung der Wiener Feuerwehr und des Katastrophenschutzes keine. Die Brandursache ist bislang ungeklärt, Ermittlungen wurden eingeleitet.
Massiver Kräfteeinsatz
Ersten Schätzungen zufolge erstreckte sich das Brandgebiet auf rund 18 Hektar Waldfläche. Ein Löschhubschrauber war den gesamten Dienstagnachmittag über im Einsatz. Die Polizei forderte Anrainer auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Für den Einsatz wurde Alarmstufe 2 ausgerufen.
Gegen 18.45 Uhr konnte der Brand schließlich unter Kontrolle gebracht werden, vollständig gebannt war die Gefahr zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht. Gegenüber der „Krone“ hieß es, man könne nun zwar die Zahl der Einsatzkräfte verringern, die Löscharbeiten würden aber fortgesetzt. Das betroffene Teilstück der Lobau wurde polizeilich abgesperrt.
Die Libelle unterstützt die Brandbekämpfung in der Wiener Lobau mit einem Bambi Bucket aus der Luft. 🔥 #polizei #einsatz #lobau pic.twitter.com/Qungv3zA3B
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Die Rauchsäule war noch aus mehreren Kilometern Entfernung deutlich sichtbar. Neben einem Löschhubschrauber beteiligte sich auch das Bundesministerium für Inneres an den Löscharbeiten. Feuerwehren aus Wien und Niederösterreich standen gemeinsam im Einsatz.
Das Rote Kreuz Niederösterreich versorgte die Einsatzkräfte vor Ort mit Wasser, Elektrolyten, Traubenzucker, kühlen Getränken sowie Verpflegung. Insgesamt waren rund neun Feuerwehren an der Einsatzstelle. Berufsfeuerwehr-Sprecher Lukas Schauer beschrieb den Einsatz gegenüber der „Krone“ als „enorm fordernd aufgrund der hohen Temperaturen“ und ergänzte: „Der Wind ist ein großes Problem.“
Videoaufnahmen zeigen, wie der Hubschrauber des BMI Wasser aus dem nahegelegenen Mühlwasser holt – direkt vor den Augen der Badenden, die angesichts der Hitze Abkühlung suchen. Der Ölhafen Lobau war jedoch nicht in Gefahr. Auch Mitarbeiter des Wiener Forstamtes sowie der Polizei waren vor Ort, der Einsatz lief koordiniert ab und dürfte sich noch bis in die Nachtstunden ziehen.
Ein Polizeihubschrauber befüllt den „Bambi Bucket“ für die Brandbekämpfung beim Vegetationsbrand in der Wiener Lobau am 04.08.2026.#Polizei #Wien pic.twitter.com/xtpuTVDUdg
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Evakuierung abgewendet
Zwischenzeitlich meldeten sich Zeugen bei der „Krone“ mit dem Hinweis, die Polizei habe Anrainer bereits aufgefordert, das Nötigste zusammenzupacken. Kurz darauf folgte jedoch Entwarnung: Eine Evakuierung erwies sich als nicht erforderlich. Die Bevölkerung wurde lediglich gebeten, in den Gebäuden zu verbleiben.
Die lang anhaltende Trockenperiode ohne ausreichende Niederschläge hat Wälder und Wiesen in Wien stark ausgetrocknet. Dadurch ist die Gefahr, dass Vegetationsflächen Feuer fangen, derzeit besonders hoch. Der Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien appelliert daher eindringlich, das bestehende Grill- und Feuerverbot zu respektieren und keine potenziell brandgefährlichen Gegenstände wie Zigarettenreste achtlos wegzuwerfen.
Wer bei einem Spaziergang Rauchentwicklung oder einen Brand bemerkt, soll sofort die Feuerwehr über den Notruf 122 verständigen.