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Verkehrsunfall

4-Jähriger vor den Augen seiner Eltern tödlich erfasst

4-Jähriger vor den Augen seiner Eltern tödlich erfasst
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Augenblick, der alles verändert: In Baden-Württemberg endet ein ganz normaler Dienstagabend für eine Familie in einer Tragödie.

In Bad Friedrichshall-Jagstfeld (Baden-Württemberg) ist am 28. Juli gegen 21 Uhr ein vierjähriger Bub bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen – vor den Augen seiner Eltern. Der Unfall ereignete sich in einem Wohngebiet, in dem eine Tempo-30-Beschränkung gilt. Eine 59-jährige Autofahrerin war nach Angaben der Polizei mit weniger als 30 Stundenkilometern unterwegs, als das Kind unvermittelt vom Gehsteig auf die Fahrbahn lief.

Trotz sofortiger Notbremsung konnte die Frau einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Bub wurde frontal vom Fahrzeug erfasst und erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er noch am Unfallort starb.

Übergriffe auf Fahrerin

Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, ist bislang nicht geklärt. Die Polizei hat Ermittlungen zum Unfallhergang eingeleitet. Im Zuge der Ereignisse soll es zudem zu Übergriffen von Familienangehörigen auf die Fahrerin und ihr Fahrzeug gekommen sein, bei denen die 59-Jährige leicht verletzt wurde. Auch in dieser Hinsicht ermitteln die Behörden – wegen des Verdachts auf Körperverletzung sowie Sachbeschädigung.

Mit einem Großaufgebot rückten Feuerwehr und Rettungsdienst zum Unfallort aus, auch ein Rettungshubschrauber wurde alarmiert. Für den Buben kam jede Hilfe zu spät. Beide Elternteile hatten sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf gegenüberliegenden Seiten der Straße befunden und das Geschehen unmittelbar miterlebt. Darüber hinaus versammelten sich laut Angaben vom Einsatzort zwischen 20 und 30 weitere Angehörige in der Nähe der Unfallstelle.

Betreuung der Angehörigen

Um die Familie in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen und gleichzeitig den laufenden Einsatz nicht zu beeinträchtigen, wurde in einer nahegelegenen Veranstaltungshalle ein eigener Betreuungsbereich eingerichtet. Notfallseelsorger sowie Sanitäts- und Betreuungskräfte kümmerten sich dort um die Angehörigen.

Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden hin.

Die Unfallstelle und das unmittelbare Umfeld blieben während der gesamten Unfallaufnahme weiträumig abgesperrt.

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KO KOSMO-Redaktion
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