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Insolvenzverfahren

150 Millionen Euro Mehrkosten: Jobs bei Billigflieger wackeln

150 Millionen Euro Mehrkosten: Jobs bei Billigflieger wackeln
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2 Min. Lesezeit |

Eine Airline unter Druck, aber noch in der Luft: Volotea kämpft ums Überleben – und fliegt dabei weiter ab Deutschland.

Die spanische Billigfluggesellschaft Volotea hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet und will mit einem umfassenden Restrukturierungsprogramm die Weiterführung des Flugbetriebs absichern. Zu den Destinationen, die die Airline weiterhin anfliegt, zählen auch die deutschen Standorte Berlin, Hamburg und München, von denen aus Verbindungen nach Italien, Spanien und Griechenland aufrechterhalten werden.

Geplante Sanierungsmaßnahmen

Im Rahmen der geplanten Sanierungsmaßnahmen sieht Volotea eine Kapitalerhöhung sowie eine deutliche Verkleinerung der A320-Flotte vor – von derzeit 44 Maschinen auf künftig rund 30 bis 35 Flugzeuge. Darüber hinaus sind Stellenabbau in der Konzernzentrale in Barcelona sowie eine Einigung mit den Gläubigern, darunter die spanische staatliche Beteiligungsgesellschaft SEPI (Sociedad Estatal de Participaciones Industriales), bis spätestens Dezember angestrebt.

Als wesentlicher Belastungsfaktor gilt der Krieg im Nahen Osten, der seit März zu einem erheblichen Anstieg der Kerosinpreise geführt hat. Die dadurch entstandenen Mehrkosten belaufen sich nach Unternehmensangaben auf rund 150 Millionen Euro. Geschäftsführer Carlos Munoz betonte dennoch, dass der reguläre Betrieb uneingeschränkt fortgeführt werde: „Wir fliegen weiterhin wie gewohnt, bieten neue Strecken an, verkaufen Tickets und planen unseren zukünftigen Flugplan.“

Coronafolgen als Auslöser

Volotea kämpft bereits seit der Coronapandemie mit einem erheblichen Schuldenberg, der trotz operativer Fortschritte nicht nachhaltig abgebaut werden konnte und nun den Anstoß für den eingeleiteten Restrukturierungskurs gegeben hat.

Mit dem Umbau soll die langfristige Zukunft des Unternehmens und seiner rund 2.300 Beschäftigten gesichert werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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