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Heldentat

Neue Details zu versuchtem Anschlag: Terrorist lenkte Pilot mit Gebet ab

Neue Details zu versuchtem Anschlag: Terrorist lenkte Pilot mit Gebet ab
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein FlyDubai-Kapitän hat durch entschlossenes Handeln einen Terroranschlag an Bord seines Flugzeuges vereitelt und damit das Leben von 180 Menschen gerettet.

Kapitän Smit Machchhar wurde zur zentralen Figur eines dramatischen Vorfalls an Bord von Flug FZ1073, nachdem sein Co-Pilot die Maschine in einen gefährlichen Sinkflug zu bringen versuchte. Machchhar gelang es, die Cockpittür zu entriegeln und Passagiere zum Eingreifen zu bewegen, die den Angreifer schließlich überwältigten. „Ich öffnete die Cockpittür einmal, aber er schloss sie wieder und ich stürzte zu Boden“, schilderte der Kapitän den Hergang.

Das Flugzeug, das sich zu diesem Zeitpunkt bereits im steilen Sinkflug befand, konnte stabilisiert und sicher gelandet werden.

Internationale Anerkennung

Der Vorfall zog rasch internationale Aufmerksamkeit auf sich. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu würdigte Machchhar als „Helden mit unglaublichem Mut“, während Dubais Kronprinz Scheich Hamdan bin Mohammed den Kapitän persönlich im Krankenhaus besuchte und erklärte: „Von uns und von der Führung des Landes erhält er unsere volle Wertschätzung und Anerkennung.“ Beide Staatsmänner luden Machchhar zu künftigen Ehrenveranstaltungen ein.

Angriff nach Gebet

Al-Hammami kündigte zunächst an, einige Minuten beten zu wollen. Für Machchhar war das kein Anlass für Misstrauen. „Viele Menschen in der Gegend beteten. Daran war nichts Ungewöhnliches“, erzählte er.

Doch kurz darauf griff Al-Hammami den Piloten an. „Plötzlich, nachdem er vier bis fünf Minuten gebetet hatte, spürte ich einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf“, so Machchhar. Zunächst ging er davon aus, dass es an Bord zu einem schweren Zwischenfall gekommen war. „Mein erster Gedanke war, dass das Flugzeug katastrophal beschädigt worden war (…). Aber dann hörten die Schläge nicht auf“, erinnert sich der Pilot.

Al-Hammami soll Machchhar mit der Notfall-Axt angegriffen haben. Offenbar gelang es ihm zwischenzeitlich, die Cockpittür zu schließen. Doch Machchhar konnte sich zurückkämpfen: „Da habe ich alles gegeben. Ich habe meine Kräfte mobilisiert, bin zur Tür gestürmt, habe sie aufgerissen, und zum Glück warteten dort Leute“.

Passagiere greifen ein

Die Passagiere überwältigten Al-Hammami anschließend und übernahmen die Bewachung des Cockpits. Während des Tumults versuchten Flugbegleiter zunächst, den Copiloten zu befreien, da sie offenbar davon ausgingen, dass dieser Hilfe benötigte. Erst als sich die tatsächliche Situation klärte, beruhigte sich die Lage.

Der Co-Pilot wurde von der britischen Zeitung The Telegraph als der Omaner Hamam al-Hammami identifiziert, der in sozialen Medien durch frauenfeindliche sowie pro-russische Äußerungen aufgefallen war. Die Vereinigten Arabischen Emirate stufen den Vorfall offiziell als gefährlichen Terrorakt ein.

Der diplomatische Berater der VAE, Dr. Anwar Gargash, schloss sich dieser Einschätzung an und unterstrich die Notwendigkeit eines koordinierten internationalen Vorgehens gegen derartige Bedrohungen.

Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen des Anschlags dauern weiterhin an.

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KO KOSMO-Redaktion
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