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300 Verletzte

Mindestens 12 Tote: Huthi-Rakete trifft Riads Flughafen

Mindestens 12 Tote: Huthi-Rakete trifft Riads Flughafen
FOTO: EPA
2 Min. Lesezeit |

Ein Raketenangriff auf den Flughafen Riad erschüttert Saudi-Arabien – und zieht internationale Konsequenzen nach sich.

Am Samstag wurde der internationale Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad Ziel eines schweren Angriffs, der nach Behördenangaben mindestens ein Dutzend Menschenleben forderte und mehr als 300 Personen verletzte. Zunächst war lediglich von Verletzten die Rede gewesen, ehe Berichte über einen Raketeneinschlag am Inlandsflugterminal die tatsächliche Schwere des Vorfalls offenbarten. Der Flugbetrieb wurde daraufhin vollständig eingestellt; westliche Botschaften riefen ihre Staatsangehörigen dazu auf, den Flughafen weiträumig zu meiden. Als verantwortlich für den Angriff gelten die Huthi-Rebellen aus dem Jemen.

Internationale Reaktionen

Der Vorfall löste sowohl in Saudi-Arabien als auch auf internationaler Ebene erhebliche Bestürzung aus. US-Präsident Donald Trump meldete sich mit deutlichen Worten zu Wort: „Was in Saudi-Arabien passiert ist, ist nicht akzeptabel.“ Er kündigte an, das Gespräch mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu suchen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA warnte unterdessen vor der zunehmenden Bedrohung durch Huthi-Angriffe auf Ziele weit im Inneren des Königreichs. Mehrere internationale Fluglinien, darunter die Lufthansa, hatten ihre Verbindungen nach Riad bereits im Vorfeld ausgesetzt. Der Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition kündigte nach dem Angriff eine entschlossene Reaktion an und bezeichnete den Vorfall als Kriegsverbrechen.

Eskalation im Jemen

Der Angriff ist eingebettet in einen seit Jahren andauernden, verlustreichen Konflikt im Jemen, in dem die Huthi-Rebellen der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung gegenüberstehen. Zuletzt hatten die Rebellen ihre Angriffe auf saudisches Territorium spürbar intensiviert. Die Eskalation wirft grundlegende Fragen zur Verteidigungsfähigkeit des Königreichs auf und gefährdet strategisch bedeutsame Handelsrouten, darunter zentrale Exportwege für saudisches Öl. UNO-Sondergesandter Hans Grundberg warnte eindringlich: „Solche Handlungen sind eine ernsthafte Gefahr für die regionale Sicherheit.“

International wächst die Sorge, dass der Konflikt über seine bisherigen Grenzen hinaus eskalieren könnte.

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KO KOSMO-Redaktion
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