Bankomaten gesprengt, ein Auto geraubt, 175.000 Euro erbeutet – drei Niederländer stehen ab 20. Oktober in Wels vor Gericht.
Am 20. Oktober beginnt in Wels ein Strafprozess gegen drei Männer aus den Niederlanden, die im Alter von 36 und 37 Jahren einer Reihe von Bankomatensprengungen in Österreich beschuldigt werden. Im Mittelpunkt der Anklage stehen unter anderem Vorfälle in Gmunden und Brunn am Gebirge. Einem der drei Angeklagten wird die Beteiligung an insgesamt sieben solcher Taten zur Last gelegt.
Flucht und Raub
Im Zeitraum zwischen dem 12. Juni und dem 3. Juli 2025 wurden fünf Geldautomaten in Wien und Brunn am Gebirge gesprengt. Besondere Aufmerksamkeit erregt dabei ein Vorfall vom 16. Mai 2025 in Gmunden: Nachdem die Täter zu Fuß geflohen waren, raubten sie das Fahrzeug eines Maturanten, um ihre Flucht fortzusetzen. Das Auto zündeten sie anschließend an, um Spuren zu beseitigen.
Ein 28-jähriger Mittäter wurde in diesem Zusammenhang bereits im Juni zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt.
Welser Überfall
Zwei der nun in Wels angeklagten Männer müssen sich darüber hinaus für einen Überfall am 25. April 2025 in der Welser Innenstadt verantworten, bei dem 175.000 Euro erbeutet wurden. Ein weiterer 37-jähriger Niederländer war für diese Tat bereits im Juni mit einer unbedingten Haftstrafe von zwei Jahren belegt worden.