Wien-Innere Stadt: Mitten der schrecklichen Geschehnisse, die sich gestern in Wien zugetragen hatten, gab es auch drei Helden.
Wie Kosmo bereits berichtete, zögerten die zwei jungen Männer Mikail Özen und Recep Tayyip Gültekin, mit türkischen Wurzeln nicht und kamen Menschen sofort zur Hilfe. Darunter auch einem schwer verletzten Polizeibeamten, der angeschossen wurde. Der junge Palästinenser Osama Joda hatte diesem zuvor Erste Hilfe geleistet. Da wollten Özen und Gültekin auf einen letzten Kaffee vor dem Lockdown gehen, als plötzlich Schüsse fielen. „Menschen sind auf dem Boden gelegen, manche sind blutig weg gerannt“, erzählt Özen schockierend.
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Selbstloser Einsatz:
Noch bevor die zwei Freunde den schwer verletzten Polizisten zum Rettungswagen schleppen konnten, hatte der junge Palästinenser Osama Joda den Beamten hinter einer Betonbank in Sicherheit gebracht und ihm Erste Hilfe geleistet. In den Medien ist Osama Joda bereits bekannt. Voriges Jahr wollten er und seine Familie ein Haus im niederösterreichischen Weikendorf kaufen; Doch zum Kauf ist es nie gekommen. Der örtliche Bürgermeister lehnte die islamische Familie aufgrund deren Religion ab.
Der Sohn der Palästinensische Familie die in Weikendorf lange kein Haus kaufen durfte, weil der Bürgermeister keine Muslime in der Gemeinde wollte? Osama Joda war einer der Helden gestern Abend. Hat unter den Einsatz seines Lebens den verletzten Polizisten gerettet und geholfen. pic.twitter.com/TbwbKxaj2R
— Omar Al-Rawi (@oalrawivienna) November 3, 2020
Der 23-Jährige arbeitet bei McDonalds am Schwedenplatz. Er war gestern gerade dabei, gemeinsam mit dem Filialleiter Waren in das Fast-Food-Lokal zu tragen, als sie den Attentäter entdeckten. „Er versteckte sich in einer geschlossenen Garagenausfahrt und feuerte auf Passanten“, schildert Joda. „Mein Filialleiter hat sich versteckt und ich habe mich hinter einer Betonbank in Sicherheit gebracht.“ Als zwei Polizisten zur Hilfe kamen, schoss der Täter auf einen der Beamten ein. „Da habe ich ihn hinter die Betonbank gezogen und versucht, die Blutung zu stoppen. Der Attentäter hat aus etwa 20 bis 30 Meter weiter gefeuert. Überall war Blut“, berichtet der Retter in Not. Als weitere Polizisten dazu gekommen seien, sei der Täter geflüchtet. Joda alarmierte sofort die Rettung.