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Kongress

Wiederbetätigung: Ungarn als „sicherer Raum“ für Österreichische Nazis

Wiederbetätigung: Ungarn als „sicherer Raum“ für Österreichische Nazis
FOTO: iStock/Marko Hanzekovic
2 Min. Lesezeit |

Am vergangenen Wochenende fand in der ungarischen Grenzstadt Sopron eine Zusammenkunft österreichischer Neonazis statt. Dieser wird unter dem Namen „Gerd Honsik-Europakongress“ geführt. Die Organisatoren hielten den genauen Ort der Veranstaltung bewusst geheim, während die Gegner des Kongresses Demonstrationen organisierten, um ihre Missbilligung auszudrücken.

Die Veranstaltung ist nach Gerd Honsik benannt, einem österreichischen Neonazi und Holocaust-Leugner, der 2017 nach Sopron übersiedelte und dort ein Jahr später verstarb. Honsik war eine polarisierende Figur, die trotz ihrer umstrittenen Ansichten eine Anhängerschaft innerhalb der rechtsextremen Szene aufbauen konnte.

Tagesordnung

Laut dem „Infokanal Deutschösterreich“ standen auf der Tagesordnung des Kongresses Themen wie „Europäische Einigkeit, Europas Freiheitskampf in der Vergangenheit, Nationale Bewegungen“. Es wurde erwartet, dass neben den österreichischen Teilnehmern auch Vertreter aus Deutschland, Italien und Skandinavien anwesend sein würden.

Gegendemonstrationen

Gleichzeitig wurde die Veranstaltung von der liberalen ungarischen Oppositionspartei Momentum und der Europäischen Linken scharf kritisiert. Sie organisierten am Samstag Demonstrationen gegen den Neonazi-Kongress. Unterstützung erhielten sie dabei von Vertretern der KPÖ, wie das ungarische Online-Portal index.hu berichtete.

Die Demonstrationen wurden jedoch nicht ohne Gegenwehr hingenommen. Berichten zufolge versuchten Neonazis, die Proteste zu stören, wurden aber von der Polizei daran gehindert. Die Demonstranten zogen auch zum ehemaligen Wohnhaus von Honsik in Sopron.

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Attila Vajnai, einer der Organisatoren der Demonstrationen, äußerte deutliche Kritik an der Situation: „Es ist ein Skandal, dass sich ein österreichischer Neonazi-Verbrecher in Ungarn ansiedeln konnte.“ Er fügte hinzu, dass es kein Zufall sei, dass rechtsextreme Organisationen aus anderen europäischen Ländern Ungarn als „sicheren Raum“ betrachten würden.

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KO KOSMO-Redaktion
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