Wir wir bereits berichteten, musste eine sechsköpfige Familie in zwei Salzburger Krankenhäuser eingeliefert werden. Sofort setzte die Suche nach der Ursache ein – und die Lösung des Rätsels erwies sich als ebenso überraschend wie besorgniserregend.

Verdacht entkräftet
Was zunächst wie eine Gasvergiftung oder eine Lebensmittelkontamination erschien, da die Familie kurz vorher zu Abend gegessen hatte, nahm eine unerwartete Wendung. Die halbaufgegessenen Palatschinken mit grüner Füllung schienen der Übeltäter zu sein, eine mikrobiologische Analyse wurde eingeleitet. Zuerst wurde auch vermutet, dass die Familie statt Bärlauch unabsichtlich Maiglöckchen verwendet hatte. Doch die Laborergebnisse der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Wien führten die Ermittler auf die richtige Spur.
Der wahre Übeltäter
Die Ermittlungen führten schließlich zu einer ungeahnten Ursache: Die Familie hatte vor dem Essen zusammen Cannabis konsumiert. Die Wirkung der Drogen könnte die plötzlichen Symptome während des Abendessens erklären. Bis auf das dreijährige Familienmitglied, welches glücklicherweise unversehrt blieb, zeigten alle Anwesenden deutliche Anzeichen einer Intoxikation.
Kein Fremdverschulden
Die Einsatzkräfte, von Rettungsdienst bis Feuerwehr, konnten die Ursache Montagabend nicht herausfinden. Erst allmählich kristallisierte sich der Drogenkonsum als Hauptfaktor heraus. Fremdverschulden wird vonseiten der Polizei ausgeschlossen, doch wer tatsächlich zum Konsum drängte oder ob alle beteiligten Erwachsenen – der Älteste im Alter von 72 Jahren – damit einverstanden waren, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen. Der Vorfall könnte noch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
