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Betrugsmasche

Achtung vor Fake-Marterbauer: Opfer werden in Investment-Falle gelockt

Achtung vor Fake-Marterbauer: Opfer werden in Investment-Falle gelockt
Foto: iStock, epa/OLIVIER HOSLET
2 Min. Lesezeit |

Falsche Promis, echte Verluste: Betrüger missbrauchen bekannte Namen für perfide Investmentfallen – mit wachsender Dreistigkeit.

Derzeit tauchen im Netz verstärkt gefälschte Profile auf, die sich als prominente Persönlichkeiten ausgeben – darunter SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer. Über Facebook oder direkte Nachrichten werden Nutzer in vermeintlich exklusive Investmentgruppen gelockt, in denen außergewöhnlich hohe Renditen, individuelle Betreuung und rasche Erfolge in Aussicht gestellt werden. Was dahinter steckt, ist eine systematisch aufgebaute Betrugsmasche.

„Kriminelle nutzen gezielt bekannte Namen, um Vertrauen zu schaffen und Menschen zu schnellen Entscheidungen zu drängen“, warnt Watchlist Internet. Tatsächlich operiert im Hintergrund ein professionell organisiertes Betrugsnetzwerk.

Täuschend echte Inszenierung

Innerhalb dieser Gruppen schildern vermeintliche Mitglieder beeindruckende Gewinne, veröffentlichen Screenshots von Kontoständen und präsentieren angebliche Erfolgskurven. Die Inszenierung wirkt täuschend echt – ist jedoch vollständig konstruiert. Gleichzeitig wird gezielt Druck aufgebaut: Nur noch wenige Plätze seien verfügbar, eine sofortige Entscheidung sei unbedingt erforderlich.

Marterbauer ist dabei kein Einzelfall. Die Betrüger setzen bewusst auf Personen, die in der Öffentlichkeit hohes Ansehen genießen. Experten rechnen damit, dass diese Vorgehensweise künftig noch häufiger eingesetzt wird.

Das Finanzministerium hat vor einer gefälschten Website gewarnt, auf der unter anderem ein Deep-Fake-Video mit Finanzminister Markus Marterbauer erscheint, um Nutzer zu Investitionen zu locken. Die technische Qualität solcher Fälschungen nimmt dabei stetig zu.

Klare Warnsignale

Als besonders deutliche Warnsignale gelten Anlageberatung über Messenger-Dienste sowie Versprechen hoher Gewinne bei angeblich minimalem Risiko.

Auf derartige Nachrichten sollte man keinesfalls reagieren, und Überweisungen sind unter keinen Umständen zu tätigen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine genaue Prüfung der jeweiligen Plattform oder die Kontaktaufnahme mit offiziellen Stellen. Seriöse Anbieter üben keinen Zeitdruck aus.

Wer bereits Opfer einer solchen Masche geworden ist, sollte unverzüglich den Kontakt abbrechen, die eigene Bank informieren und Strafanzeige erstatten. Darüber hinaus ist es wichtig, vorhandene Beweise zu sichern.