Inmitten der fortschreitenden Teuerungswelle suchen Konsumentinnen und Konsumenten nach effizienten Wegen, das Haushaltsbudget zu schonen. Speziell der Griff zum Smartphone erweist sich dabei als geheimer Verbündeter im täglichen Sparmarathon. Laut einer aktuellen Erhebung der Deloitte-Studie schränken sich 35 Prozent der Befragten bei Lebensmitteleinkaufen preislich ein, indem sie auf preiswertere Produkte umsteigen oder diverse Artikel ganz vom Einkaufszettel streichen.

Digitale Schnäppchenjagd
Die Lidl-Plus-App schiest an die Spitze der digitalen Sparhelfer. Mit mehr als 50 Millionen Downloads im Google Play Store und laut einer Untersuchung des Preisvergleichsportals smhaggle die besten Sparpotentiale, sticht die App besonders heraus.
Eine Umstellung, die im Raum steht, betrifft die Nutzung der Coupons innerhalb der Lidl-Plus-App. Bisher mussten Rabattcodes manuell aktiviert werden – eine Hürde, die nun aus dem Weg geräumt werden soll. Nach Informationen der Lebensmittelzeitung wird an einer Lösung gearbeitet, die Coupons automatisch zu aktivieren, um sowohl die Effizienz an der Kasse zu steigern als auch die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.
„Die Umstellung auf die automatische Rabattgewährung zielt darauf ab, die Effizienz an den Kassen zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen“, so ein Unternehmenssprecher von Lidl. In der Schweiz ist diese Änderung bereits Realität, für Österreich bleibt das Datum der Einführung noch offen.
Kundschaft bleibt flexibel
Die Intention hinter den Apps ist klar: Kundinnen und Kunden sollen mit attraktiven Offerten an den Handler gebunden werden. Doch die Realität sieht oft anders aus: „Wir haben festgestellt, dass die Nutzer gerade die Konsumenten sind, die besonders nach Angeboten schauen und auch beim Wettbewerber kaufen“, konstatiert Sven Reuter, Preisexperte bei smhaggle. Die Treue der Sparfuchse gilt dem besten Preis, nicht zwingend der Marke.
Verbraucherschutz
Bei all den Vorzügen ist auch Vorsicht geboten, betonen Verbraucherschutzorganisationen. Die Zustimmung zur Analyse des Einkaufsverhaltens gibt Einblick in die Privatsphären der Anwender. Es gilt, sorgsam mit den eigenen Daten umzugehen und Datenschutzoptionen zu nutzen. Zudem warnen die Experten vor der Gefahr, dass Apps zu impulsiven Mehrkaufen verleiten konnten.