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Österreichische Autozubehörkette ist Pleite: 600 Beschäftigte betroffen!

Österreichische Autozubehörkette ist Pleite: 600 Beschäftigte betroffen!
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Die österreichische Autozubehörkette Forstinger gerät erneut in finanzielle Schieflage. Das Unternehmen kündigte an, in der kommenden Woche einen Antrag auf Einleitung eines Sanierungsverfahrens beim Landesgericht St. Pölten einzureichen.

„Das Unternehmen werde in der kommenden Woche einen Antrag auf Einleitung eines Sanierungsverfahrens beim Landesgericht St. Pölten einbringen“, verkündete das Unternehmen in einer Aussendung. Als Hauptgrund für die neuerliche Insolvenz nannte das Unternehmen die drastisch veränderten Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie, Inflation und Kaufkraftverlust bei den Kunden. „Drastisch veränderte Rahmenbedingungen aufgrund von Corona, Inflation und Kaufkraftverlust bei den Kunden hätten den Schritt notwendig gemacht“, so die Aussendung. Trotz der angespannten Lage betonte das Unternehmen, dass die Fortführung des Betriebs gesichert sei. „Die Fortführung des Betriebs sei allerdings gesichert“, hieß es.

Sanierungskonzept

Forstinger, das rund 600 Mitarbeiter an 87 Standorten mit 85 Fachwerkstätten beschäftigt, hat bereits ein Sanierungskonzept erarbeitet. Laut Manfred Neuper, dem Autor der Textvorlage, plant das Unternehmen, den Betrieb fortzuführen, wobei ein stärkerer Fokus auf dem Sortiment liegen soll. Zudem soll das Filialnetz neu strukturiert und das Service- und Werkstattangebot ausgebaut werden.

Die Geschäftsführung berichtete in einem Statement: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber vor dem Hintergrund von Inflation und Kaufkraftverlust sind wir an einen Punkt gelangt, an dem wir als verantwortungsvolle Manager ein gesetzliches Sanierungsverfahren beantragen müssen. Wir sind unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern in der Pflicht, alles zu unternehmen, um Forstinger zu sanieren“. Das Sanierungsverfahren wird ohne Eigenverantwortung und mit einer Quote von 20 Prozent angemeldet.

Auf Anfrage zur APA wurden jedoch keine Aussagen zu den Auswirkungen der Insolvenz auf die Beschäftigten gemacht. „Für Aussagen zu den Auswirkungen der Insolvenz auf die Beschäftigten sei es derzeit noch zu früh“, hieß es.

Diese Insolvenz ist nicht die erste für Forstinger. Das Unternehmen war bereits 2018 und 2001 insolvent. 2009 wurde die damalige Muttergesellschaft zahlungsunfähig. Seit 1962 hat der Anbieter von Autozubehör, Ersatzteilen, Reifen und Felgen mehrfach den Besitzer gewechselt. Dabei lag der Jahresumsatz des Unternehmens zuletzt bei rund 90 Millionen Euro, so Neuper.

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KO KOSMO-Redaktion
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