Mit einer Axt bewaffnet verfolgte ein 35-Jähriger sein Opfer durch Linz. Doch der Verfolgte drehte den Spieß um – und stand plötzlich selbst mit der Waffe vor Sanitätern.
Ein ungewöhnlicher Anblick erwartete die Sanitäter eines Rettungswagens, die gegen 22 Uhr in der Wiener Straße eintrafen. Vor ihnen stand ein 53-jähriger Mann aus dem Mühlviertel, der eine Axt in den Händen hielt. Der Mann aus Perg erklärte den alarmierten Einsatzkräften, dass sein Kontrahent – ein 35-jähriger Linzer – versucht habe, ihn mit dieser Waffe zu töten.
Die Ermittlungen ergaben, dass der jüngere Mann zuvor tatsächlich im Besitz der Axt war und den älteren damit verfolgt und mit dem Tod bedroht hatte.
⇢ Bluttat am Christkindlmarkt: 15-Jähriger sticht Bekannten nieder
Dem Opfer gelang es jedoch, dem Angreifer die Waffe zu entreißen. Beide Männer trugen leichte Verletzungen davon und wurden zur Behandlung ins Spital gebracht.
Der 35-Jährige wurde von den Beamten festgenommen und ins Anhaltezentrum Linz überstellt. Bei ihm fanden die Polizisten zusätzlich ein Springmesser, obwohl gegen ihn ein Waffenverbot bestand. Außerdem wurden Drogen sichergestellt.
Kurz nach dem Vorfall kam zufällig eine Polizeistreife am Tatort vorbei.