Am 26. November meldete die Wiener Polizei einen aufsehenerregenden Fall: Ein aufmerksamer Anwohner entdeckte ein brennendes Fahrzeug und verständigte umgehend die Einsatzkräfte. Bei den Löscharbeiten machten die Beamten eine grausame Entdeckung – auf dem Rücksitz befand sich die Leiche eines 21-jährigen Mannes. Die anschließende Obduktion bestätigte einen gewaltsamen Tod des jungen Ukrainers, der als Sohn eines Politikers aus Charkiw identifiziert wurde. Am Kopf des Opfers wurden Verletzungen durch stumpfe Gewalteinwirkung festgestellt, wobei Erstickung oder ein Hitzeschock als wahrscheinliche Todesursache gilt. Eine Vertrauensperson der im Ausland lebenden Familie hatte den jungen Mann noch am selben Tag als vermisst gemeldet.
⇢ Donaustadt: Leiche in brennendem Auto entdeckt – Wer ist der Tote?
Die forensischen Untersuchungen ergaben, dass das Feuer im Fahrzeuginnenraum mittels Benzin vorsätzlich gelegt worden war. Die Ermittler sicherten einen geschmolzenen Kanister auf der Rückbank. Während der intensiven Nachforschungen wurden weitere Hinweise bekannt: Mehrere Passanten hatten eine erhebliche Blutlache im Treppenhaus zur Parkgarage eines Hotels in Wien-Innere Stadt bemerkt. Ein weiterer Zeuge berichtete von lautstarken männlichen Stimmen, die auf eine körperliche Auseinandersetzung hindeuteten.
Täter identifiziert
Anhand von Videoaufzeichnungen gelang es den Ermittlern, zwei Tatverdächtige zu identifizieren – einen 19-jährigen sowie einen 45-jährigen Ukrainer. Gegen beide Männer wurde umgehend eine internationale Fahndung ausgeschrieben. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die Verdächtigen in die Ukraine geflohen waren. Zudem konnte die Tankstelle ermittelt werden, an der die beiden die Benzinkanister erworben hatten.
Finanzielles Motiv
Durch die koordinierte Zusammenarbeit der beteiligten Behörden, insbesondere mit der Staatsanwaltschaft Wien, konnten die Tatverdächtigen am 29. November von ukrainischen Polizeikräften festgenommen werden. Sie befinden sich nach wie vor in der Ukraine, eine Auslieferung ist nicht möglich. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht vollständig geklärt. Allerdings wurden Geldtransfers vom Krypto-Wallet des Getöteten nachgewiesen und bei den Festgenommenen eine beträchtliche Summe Bargeld gefunden.
Dies legt ein finanzielles Motiv als wahrscheinlichste Tatursache nahe.