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Migrationseskalation

Chaos in Ceuta: Polizei feuert Warnschüsse bei Migranten-Transfer

Chaos in Ceuta: Polizei feuert Warnschüsse bei Migranten-Transfer
FOTO: EPA
2 Min. Lesezeit |

Warnschüsse, Gedränge, Chaos: In Ceuta eskaliert die Lage, als Tausende Migranten verlegt werden sollen – und der Platz schlicht nicht reicht.

In der spanischen Enklave Ceuta an der Grenze zu Marokko eskalierte am Freitagmorgen die Verlegung Tausender Migranten. Die Betroffenen sollten von den Stränden Trampolín und Benítez in ein provisorisches Aufnahmelager im Hafen gebracht werden – doch der Transfer artete in tumultartige Szenen aus, woraufhin die Sicherheitskräfte zu Warnschüssen griffen. Insgesamt waren mehr als 240 Beamte im Einsatz.

Warnschüsse beim Transfer

Der Einsatz begann um 6.30 Uhr unter massivem Polizeiaufgebot, ergänzt durch Drohnen zur Luftüberwachung. Das eigentliche Problem zeigte sich rasch: Das neue Lager am Hafen verfügt lediglich über 1.700 Plätze, während an diesem Tag mehr als 3.000 Menschen von den Stränden verlegt wurden.

Der daraus resultierende Platzmangel ließ den Transfer in Unordnung geraten – die Menge geriet außer Kontrolle, und die Beamten sahen sich gezwungen, mit Warnschüssen einzugreifen.

Anhaltende Migrationskrise

Die aktuelle Zuspitzung ist Teil einer anhaltenden Migrationskrise, die Ceuta seit Ende Juli belastet. Damals waren Zehntausende Menschen aus Marokko in die kleine Enklave gelangt. Gegenwärtig halten sich dort zwischen 9.000 und 10.000 Migranten auf – eine Zahl, die die Aufnahmekapazitäten der spanischen Behörden bei Weitem übersteigt.

Für weitere 3.000 bis 4.000 Personen werden noch geeignete Unterbringungslösungen gesucht.

Parallel dazu untersucht die spanische Justiz die Migrationsströme sowie eine mögliche Beteiligung marokkanischer Behörden an der Entstehung dieser Krise.

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KO KOSMO-Redaktion
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