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Gerichtsurteil

Einjährige schluckt Morphin-Tablette – Mutter muss vor Gericht

Einjährige schluckt Morphin-Tablette – Mutter muss vor Gericht
Symbolbild Foto: iStock
1 Min. Lesezeit |

Ein Moment der Unachtsamkeit, ein Kleinkind in Gefahr – und am Ende ein Urteil, das eine Mutter vor Gericht bringt.

Am 7. Dezember 2025 kam es in einer Familie zu einem folgenschweren Zwischenfall: Die Mutter hatte vergessen, ihr Substitutionsmedikament einzunehmen, und suchte in der Küche hektisch nach den Tabletten. Dabei fielen mehrere Stück zu Boden. Ihre einjährige Tochter, die sich in unmittelbarer Nähe befand, hob eine der Tabletten auf und schluckte sie.

Bei dem Medikament handelte es sich um Compensan (Morphin-Präparat), das der Frau im Rahmen einer Drogenersatztherapie verschrieben worden war. Der Fall landete schließlich vor dem Landesgericht St. Pölten.

Urteil & Strafe

Vor Gericht legte die Mutter ein umfassendes Geständnis ab. Dass sie das Medikament unmittelbar neben ihrem Kind einnehmen wollte, bezeichnete die 42-Jährige selbst als Fehler. Auch der Vater des Kindes wurde als Zeuge einvernommen – er hatte sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Keller aufgehalten.

Der Richter sprach die Frau wegen fahrlässiger Körperverletzung schuldig und verhängte eine Strafe von sechs Monaten bedingter Haft sowie eine Geldstrafe. Darüber hinaus wurden der Tochter 1.560 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.

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KO KOSMO-Redaktion
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