Die Elektronikkette MediaMarkt verzeichnet in Österreich weiterhin Wachstum, auch nach dem Eigentümerwechsel. Im von Konsumzurückhaltung geprägten Geschäftsjahr 2024/25 konnte das Unternehmen seinen Umsatz leicht um 0,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro anheben.
Aktuell unterhält der Elektronikfachhändler 56 Standorte in Österreich und beschäftigt etwa 2405 Personen – etwas weniger als im Vorjahreszeitraum mit 2447 Mitarbeitern.
„Wir konnten trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten sowohl die Umsätze stabil halten als auch ein Ergebniswachstum erzielen„, sagte Jan Niclas Brandt, Geschäftsführer von MediaMarkt Österreich und Schweiz, gegenüber der APA. Der Elektronikkonzern habe nicht nur seine führende Marktposition in Österreich behauptet, sondern auch bedeutende Fortschritte bei der Erweiterung des Serviceangebots und der digitalen Präsenz gemacht.
Chinesische Übernahme
Der chinesische Handelskonzern JD.com wird künftig die Kontrolle über die deutsche Muttergesellschaft Ceconomy übernehmen, zu der neben MediaMarkt auch Saturn gehört. Die Übernahme soll im Verlauf des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Mit einem Anteil von bereits über 85 Prozent plant JD.com langfristig, Ceconomy von der Börse zu nehmen.
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Der chinesische Online-Riese beabsichtigt durch diese Akquisition, seine Stellung im europäischen Einzelhandelssektor erheblich zu stärken. Der Zugang zu mehr als 1000 Filialen in Europa und etablierten Online-Plattformen soll dem Unternehmen ermöglichen, im Wettbewerb mit Branchengrößen wie Amazon oder Alibaba besser zu bestehen.
Ceconomy-Chef Kai-Ulrich Deissner bewertet die Partnerschaft mit JD.com als bedeutende Gelegenheit: „Wir gewinnen nicht nur Zugang zu moderner Technologie und global führender Handelskompetenz, sondern auch zu erstklassigen Lieferketten.“ Die Vereinbarung stelle einen „wichtigen Meilenstein für die weitere Expansion“ dar, fügte Deissner hinzu.
Positive Geschäftszahlen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 steigerte Ceconomy den konzernweiten Umsatz um 5,7 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Onlinegeschäft mit einem Umsatzplus von 13,3 Prozent. Auch das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich deutlich: Mit 378 Millionen Euro lag es um 72 Millionen über dem Vorjahreswert.
Für das kommende Geschäftsjahr strebt der Konzern ein noch höheres EBIT von etwa 500 Millionen Euro an. Dieses Ziel soll unter anderem durch Synergieeffekte mit JD.com realisiert werden. Trotz des Eigentümerwechsels will MediaMarkt-Saturn an der bisherigen Strategie festhalten.
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Auch unter chinesischer Führung setzt das Unternehmen weiterhin auf profitables Wachstum und den Ausbau der Digitalisierung.
Dabei liegt der Schwerpunkt auf einem verbesserten Einkaufserlebnis, einem erweiterten Dienstleistungsangebot und einer stärkeren Integration von Online- und stationärem Handel.