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„Es ging ganz schnell“: So hat die Mutter ihre Kinder ertränkt

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Eine 36-jährige Mutter steht im Verdacht, ihre beiden Kinder ertränkt zu haben. Sie gestand die Tat und befindet sich aktuell in der forensischen Psychiatrie. Der tragische Vorfall ereignete sich in Absdorf im Bezirk Tulln und ist Gegenstand der aktuellen Untersuchungen.

Eine 36-jährige Frau aus Absdorf, Bezirk Tulln, steht unter dem Verdacht, ihre beiden Kinder ertränkt zu haben. Die Mutter hat die Tat bereits gestanden, sie befindet sich seitdem in einer forensischen Klinik und wird rund um die Uhr bewacht. „Sie ist erloschen“, sagt ihre Anwältin.

Leiden der Kinder gefilmt

Die beiden Opfer waren eine Siebenjährige und ihre sieben Monate alte Schwester, die die Mutter, ohne Widerstand im Pool ertränkt haben soll. „Das Ertränken der Kinder war eine Erlösung – das Untertauchen ging ganz schnell“, gab sie in ihrem Geständnis an. Dabei zeigte die Frau keinerlei Emotionen. Videoaufnahmen des Hauses sollen den Todeskampf der Kinder festgehalten haben. „Das Video wird gerade ausgewertet“, teilt die Anwältin mit.

Nach dem erlöschenden Leben ihrer Töchter, wickelte die Mutter die Kinder in Badetücher und legte sie ins Bett, als ob sie schlafen würden. Anschließend alarmierte sie ihren Mann per WhatsApp, gestand ihm die Taten und kündigte ihren eigenen Suizid an. Der Mann alarmierte sofort die Polizei, während die Frau versuchte, sich das Leben zu nehmen, indem sie mit ihrem Pkw gegen einen Baum fuhr. Sie überlebte allerdings schwer verletzt.

„Ein und Alles“

„Die Kinder waren ihr Ein und Alles. Sie war alles andere als eine Rabenmutter.“, betont die Anwältin. Als mögliches Motiv für die Tat wird eine postnatale Depression in Betracht gezogen. „Obwohl die ganze Familie, ihre Eltern und Schwiegereltern ihr halfen, wurde es seit März immer schlimmer“, erklärt die Verteidigerin.

Die Frau befand sich vor der Tat – ohne Erfolg – in medizinischer Behandlung und nahm Medikamente. Derzeit wird die Mutter streng bewacht. Für sie gilt bis zur endgültigen Klärung des Falls die Unschuldsvermutung. Ein Gutachten wurde bereits in Auftrag gegeben. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Erkenntnisse die Untersuchungen liefern werden.