Mitten in der Nacht erschütterten Explosionen Oslo – direkt vor der amerikanischen Botschaft. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.
Der Vorfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus. „Es gibt keine Berichte über verletzte Personen“, so die Exekutive. Zeugen berichteten von „aufsteigendem Rauch“ und einem „lauten Knall“.
„Wir haben festgestellt, dass die amerikanische Botschaft von einer Explosion getroffen wurde“, bestätigte Polizeisprecher Mikael Dellemyr dem Sender NRK. „Wir haben drei Explosionen gespürt, die den Boden zum Beben brachten“, sagte Kristian Wendelborg Einung, der mit Freunden in der Nähe der US-Botschaft auf ein Taxi wartete, gegenüber dem Fernsehkanal TV2. Ähnlich lautende Schilderungen lieferten weitere Passanten im Gespräch mit der norwegischen Zeitung Verdens Gang.
Ermittlungen laufen
Zu den näheren Umständen des Vorfalls hielt sich die Polizei zunächst bedeckt. Es gebe aktuell „keine Angaben zur Art des Schadens, dem Explosionsherd und ähnlichen Details“, erklärte Dellemyr, da „die Ermittlungen noch ganz am Anfang stehen“.
Ein Bombenkommando war vor Ort im Einsatz, Ermittler sicherten den Tatort und befragten Zeugen, während Diensthunde, Drohnen und Hubschrauber an der Suche „nach einem oder mehreren potenziellen Tätern“ beteiligt waren. Was einen möglichen Zusammenhang mit dem Iran-Krieg betrifft, zeigte sich Dellemyr zurückhaltend: Es gebe bisher „keine Anzeichen“ für eine solche Verbindung. „Wir bringen ihn nicht mit dem Konflikt in Verbindung. Dafür ist es noch viel zu früh“, sagte der Polizeivertreter TV2.
Iran-Krieg-Bezug?
Ob die Detonation, die sich in der Nacht auf den 8. März 2026 gegen 01.00 Uhr Ortszeit ereignete, in irgendeinem Zusammenhang mit dem Iran-Krieg steht, blieb vorerst offen. Eine Stellungnahme der US-Vertretung lag zunächst nicht vor.
Im Zuge der israelischen und amerikanischen Angriffe auf den Iran befinden sich die US-Botschaften in der Region in erhöhter Alarmbereitschaft. Mehrere Botschaften waren bei den iranischen Gegenschlägen angegriffen worden.