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Grenzschutz

FIFA machtlos: USA verweigert WM-Schiedsrichter die Einreise

FIFA machtlos: USA verweigert WM-Schiedsrichter die Einreise
FOTO: EPA/AMY KONTRAS
2 Min. Lesezeit |

Ein akkreditierter WM-Schiedsrichter darf nicht einreisen – und die FIFA kann nichts dagegen tun. Der Fall sorgt für Aufsehen.

Ein somalischer Staatsbürger, der am Samstag mit einem Flug aus Istanbul am Miami International Airport landete, wurde von den US-amerikanischen Behörden an der Einreise gehindert. Der Mann war als Schiedsrichter für die Fußball-Weltmeisterschaft akkreditiert. Die US-amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde bestätigte den Vorfall am Montag in einer offiziellen Mitteilung – ohne den Namen der betroffenen Person zu nennen.

Da Artan der einzige für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 nominierte Schiedsrichter aus Somalia ist, ließ sich seine Identität jedoch eindeutig zuordnen. Die WM 2026 wird als erstes Turnier der Geschichte in drei Ländern ausgetragen: USA, Kanada und Mexiko. Noch am selben Tag bestätigte die FIFA, dass Artan weder an Trainingseinheiten teilnehmen noch bei der WM als Schiedsrichter zum Einsatz kommen wird.

FIFAs klare Grenze

Der Weltfußballverband stellte klar, dass er in die Einwanderungsprozesse des Gastgeberlandes nicht eingebunden ist – das gilt ausdrücklich auch für Visaentscheidungen. „Die FIFA wurde von den zuständigen Behörden darüber informiert, dass der Status von Herrn Artan vorerst nicht geändert wird“, hieß es in der offiziellen Stellungnahme. Wie bereits bei früheren Turnieren liege die finale Entscheidungsgewalt darüber, wem ein Visum erteilt und wem die Einreise gestattet wird, allein bei den Behörden des jeweiligen Gastgeberlandes.

Die FIFA machte damit unmissverständlich deutlich, dass die Angelegenheit außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs liegt.

Sicherheitsbedenken entscheidend

Die Zoll- und Grenzschutzbehörde erläuterte in einer gesonderten Erklärung den Ablauf der Kontrolle: Der Reisende sei einer erweiterten Überprüfung unterzogen worden – ein Standardverfahren, das immer dann greift, wenn Beamte Angaben verifizieren oder die Einreiseberechtigung einer Person klären müssen. Im Zuge dieser Prüfung wurde der WM-Schiedsrichter aufgrund von Sicherheitsbedenken als nicht einreiseberechtigt eingestuft und zurückgewiesen.

Die Behörde betonte dabei ausdrücklich, dass sämtliche Einreisenden – darunter auch Sportler, Trainer und Betreuerstäbe – den geltenden Grenzkontrollen unterliegen. „Entscheidungen über die Zulässigkeit der Einreise werden von Fall zu Fall auf der Grundlage von Informationen aus den Bereichen Strafverfolgung, nationale Sicherheit und Einwanderung getroffen, die zum Zeitpunkt der Kontrolle verfügbar sind“, erklärten die US-Behörden.

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KO KOSMO-Redaktion
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