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geistige Verarmung

Forscher warnen: Diese Generation entwickelt eine KI-Sucht

Forscher warnen: Diese Generation entwickelt eine KI-Sucht
FOTO: EPA-EFE/FILIP SINGER
2 Min. Lesezeit |

Während KI-Tools wie ChatGPT längst Alltag sind, warnen Experten vor einer schleichenden Gefahr: Die ständige Nutzung könnte unsere Denkfähigkeit nachhaltig verändern.

Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren als bahnbrechende Innovation etabliert. Eine aktuelle Studie der Hochschule Darmstadt belegt, wie selbstverständlich KI-Anwendungen mittlerweile im Alltag vieler Menschen verankert sind. Anfängliche Bedenken wurden rasch abgelegt – Tools wie ChatGPT gehören inzwischen genauso zur täglichen Routine wie Google-Suchen.

Diese Entwicklung bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Während KI-Systeme in Sekundenschnelle Antworten liefern können, entsteht gleichzeitig ein problematisches Abhängigkeitsverhältnis. Der deutsche Psychologe und Generationenforscher Rudiger Maas sieht darin ein wachsendes Problem. „KI-Tools verändern die Art, wie wir lernen und arbeiten, fundamental. Junge Menschen gewöhnen sich daran, ständig Abkürzungen zu nutzen“, erklärte er gegenüber „Buzzfeed News“. Dies führe zu erheblichen Problemen.

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Gefährdete Kompetenzen

Besonders kritisch betrachtet Maas den zunehmenden KI-Einsatz bei Studierenden geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer. Gerade diese Disziplinen seien darauf ausgerichtet, Reflexionsvermögen, kritische Diskussionsfähigkeit und selbständiges Denken zu fördern – Qualitäten, die am Arbeitsmarkt zunehmend geschätzt werden. Viele Unternehmen rekrutieren gezielt Absolventen dieser Fachrichtungen, um von deren kommunikativen und sozialen Kompetenzen zu profitieren. Der übermäßige KI-Einsatz könnte nicht nur zur Entwertung entsprechender Abschlüsse führen, sondern langfristig auch den Arbeitsmarkt beeinträchtigen und intellektuelle Tiefe schwinden lassen.

Der Experte befürchtet zudem, dass vor allem jüngere Menschen durch die ständige Nutzung von KI-gestützten „Abkürzungen“ ihre eigenen Denkfähigkeiten vernachlässigen und sogar Abhängigkeiten entwickeln könnten.

Weitere Untersuchungen stützen diese Bedenken und deuten darauf hin, dass der regelmäßige Einsatz von KI-Werkzeugen tatsächlich kognitive Fähigkeiten beeinträchtigen kann. Interessanterweise gelten dabei nicht primär die aktuell in Ausbildung befindlichen jungen Erwachsenen als Hauptrisikogruppe. Vielmehr wird die sogenannte „Generation Alpha“ (zwischen 2010 und 2024 Geborene) voraussichtlich am stärksten betroffen sein.

Gesellschaftliche Spaltung

Ähnliches dürfte für die nachfolgende „Generation Beta“ gelten, die in etwa zwei Jahrzehnten ins Berufsleben einsteigt. Laut Generationenforscher Maas droht hier eine gesellschaftliche Zweiteilung: Auf einer Seite werden jene stehen, die KI kompetent einsetzen können, auf der anderen Seite diejenigen, die ohne diese Technologie hilflos sind, deren Ergebnisse aber nicht angemessen bewerten können.

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KO KOSMO-Redaktion
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