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REPORTAGE

Gabriella, Berislav und Ivona – unsere Helden der Corona-Krise

Berislav Augustinović (24)
Spar-Filialleiter

Berislav Augustinović (FOTO: KOSMO)

In einer neuen Spar-Filiale im 23. Bezirk begrüßte uns ein sehr freundlicher und junger Filialleiter. Im April 2020, als die Filiale eröffnet wurde, hat er sie sofort übernommen. Davor war er Filialleiter in der Geiselbergstraße. Wir waren sehr positiv überrascht, dass er mit 24 Jahren so weit in der Karriere gekommen ist. „Ich wusste, dass ich mich nach der Lehre bei Spar weiterbilden möchte, aber ich wusste nicht, dass das Ganze so schnell passiert“, lacht der 24-jährige Bosnier.

„Ich bin glücklich, dass ich den Menschen in dieser Krise helfen konnte, zu notwendigen Lebensmitteln zu kommen.“

Eine neue Filiale ausgezeichnet in der Corona-Krise zu übernehmen, war für Berislav eine ziemliche Herausforderung. „Alles war für mich neu – der Markt, die MitarbeiterInnen und man musste alles von Anfang bis zum Ende herrichten. Dazu ist noch die Corona-Krise gekommen. Trotz der schwierigen Situation hatte ich große Unterstützung von der Gebietsleitung und von den MitarbeiterInnen. Sie standen hinter mir und ich hinter ihnen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und somit ist alles gut gegangen“, sagt Berislav mit Stolz. „Ich hatte keine Angst für mich selbst. Ich bin glücklich, dass ich den Menschen in dieser Krise helfen konnte, zu notwendigen Lebensmitteln zu kommen. Ich hatte nur Angst für meine MitarbeiterInnen bzw., dass sich jemand anstecken kann. Wir haben aber klare Regeln von der Firma bekommen und alle haben sich an diese gehalten. Somit hatten wir keine Probleme, normal zu arbeiten. Spar hat jede/jeden MitarbeiterIn mit den notwendigen Schutzuntensilien versorgt – Masken und plastischen Visieren, Desinfektionsmitteln, und Plexiglas an den Kassen“, beschreibt Berislav die Situation während der Krise. „Bei den MitarbeiterInnen konnte man schon merken, dass sie ein bisschen Angst haben aber unsere Filiale wurde erst im April eröffnet und somit hatten wir genug Zeit, alles für die Situation vorzubereiten. Meine MitarbeiterInnen haben sich auch deswegen gut geschützt gefühlt. Keiner ist zu mir mit der Forderung gekommen, zu Hause zu bleien.“

Wir wollten wissen, wie die Kunden während der Krise reagiert haben und wie sie die Hamsterkäufe gehandhabt haben. „Ich habe nie im Leben gedacht, dass das Ganze so weit gehen kann. Die Regale waren leer. In nur zwei, drei Tagen war vieles ausverkauft – Dosen, Brot, Nudeln usw. Daran konnten man merken, dass die Leute große Angst hatten“, erzählt Berislav und fügt hinzu, dass sich die Situation unter den Kunden stabilisiert hat, als sie merkten, dass es genug Lebensmittel in den Geschäften gibt. „Wir haben auch Plakate bekommen, dass die Ware nachgeliefert wird und Spar hat sich wirklich bemüht, Nachschub von Waren so schnell wie möglich zu organisieren. Für manche Artikel, die nicht verfügbar waren, hat die Firma Ersatzartikel gefunden.“ Er und seine MitarbeiterInnen waren stets bemüht, Kunden auf der Suche nach benötigten Artikel zu helfen. Manche haben Verständnis für die leeren Regale gezeigt und manche wiederum nicht. Genauso ging es mit der Einhaltung der Regel. „Auf jeden Fall gab es Fälle, wo meine MitarbeiterInnen und ich die Kunden auf die Regel hinweisen mussten.“

„Ich bin sehr stolz auf mein Team, das die ganze Zeit hinter mir gestanden ist.“

Im Rückblick ist Berislav sehr stolz, wie sein Team und er die ganze Situation gehandhabt haben. „Ich bin sehr stolz auf mein Team und auf mich, dass wir das Ganze überstanden haben, den Menschen helfen und mit Lebensmittel versorgen konnten. Für mich wäre es viel schwieriger in Quarantäne zu sitzen.“ Auf die Frage, was er aus der ganzen Situation gelernt hat, antwortete er: „Das Leben ist nie, wie wir es uns vorstellen oder wie es von außen aussieht. All das, was man hat, kann über die Nacht verschwinden. Daher habe ich gelernt, dass man einfach am Boden bleiben soll.“

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