Start NEWS Gasexplosion: Mutter zweier Kinder aus Serbien unter Todesopfern
WIEDEN

Gasexplosion: Mutter zweier Kinder aus Serbien unter Todesopfern

Gasexplosion-Wien-Mutter-Opfer-Serbin
(FOTO: Mario Pritisanac, Kurir.rs)

Am Mittwochnachmittag kam es zu einer verheerenden Detonation in Wien-Wieden. Zwei Tote und mehrere Verletzte ist die traurige Bilanz dieses Unfalls.

In der Nacht wurde in den Trümmern des Hauses an der Ecke Preßgasse – Schäffergasse die Leiche einer 29-Jährigen geborgen. Eine weitere Person wurde gefunden, die keine Lebenszeichen mehr von sich gab. (KOSMO berichtete)

„Weitere Opfer ausgeschlossen“
Wie der „ORF“ berichtete, waren Rettungshunde, sowie ein Schallortungsteam bist spät in die Nacht im Einsatz. Kurz 20:00 Uhr wurde das zweite Todesopfer, ein Mann bisher ungeklärter Identität aufgefunden.

Zudem wurden ein zwei Männer (31 und 54 Jahre) schwer verletzt. Mehrere Personen trugen leichte Verletzungen davon. Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf schloss weitere Opfer aus. Eine Obduktion des zweiten Toten wurde angeordnet.

Wie das serbische Medium „Kurir“ berichtet, soll es sich bei der 29-jährigen Frau um eine zweifache Mutter mit serbischen Wurzeln handeln. A.B. soll sich zur Zeit der Explosion mit ihren Kindern in der Wohnung aufgehalten haben.

Älterer Bruder rettet jüngeren
Das jüngere Kind war gerade am Klo und das ältere im Wohnzimmer, als sich das Unglück ereignete. Als der Ältere von den Beiden sah, wie der Fernseher zu Boden fiel, zog er seinen kleinen Bruder aus dem Klo und liefen aus der Wohnung. Nachbarn sollen die zwei Kinder in Sicherheit gebracht haben.

Währenddessen soll sich die 29-jährige A.B. auf den Boden des Kinderzimmers geworfen haben, um Schutz vor den fallenden Trümmern zu finden. Die Decke über der Frau stürzte jedoch zusammen und begrub sie unter den Gebäudeteilen.

Die Leiche der zweifachen Mutter war das erste Todesopfer der Explosion, das von den Einsatzkräften gefunden wurde. Laut „Kurir“ soll sich die Mutter der 29-Jährigen die gesamte Zeit über in unmittelbarer Nähe des Unfallortes befunden haben, ohne zu wissen, dass ihre Tochter eines der Todesopfer ist. Von der Wohnung der kleinen Familie soll nur noch Schutt und Asche übrig sein.