Zwei Unfälle, drei verletzte Kinder, kein Helm – ein Sonntag in der Steiermark zeigt, wie gefährlich E-Scooter werden können.
An einem Sonntag kam es in den steirischen Gemeinden Seiersberg und Feldkirchen bei Graz zu zwei schweren Unfällen mit E-Scootern. Drei Kinder wurden dabei verletzt. In keinem der Fälle trug ein Kind einen Helm, und die verwendeten Fahrzeuge waren nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
Seit 1. Mai 2026 gelten E-Scooter in Österreich rechtlich als Fahrzeug im Sinne der Straßenverkehrsordnung. Zugelassen sind nur Modelle mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h und einer Höchstleistung von maximal 600 Watt.
Unfall in Feldkirchen
In Feldkirchen bei Graz transportierte ein 15-Jähriger seinen neun Jahre alten Bruder auf einem E-Scooter. Der jüngere Bruder erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und musste im LKH Graz behandelt werden. Das Fahrzeug war technisch manipuliert worden und erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 49 km/h. Der ältere Bruder wurde von der Polizei angezeigt.
Unfall in Seiersberg
In Seiersberg überfuhr ein zwölfjähriger Junge eine Stopptafel und kollidierte in der Folge mit einem Linienbus. Auch er trug keinen Helm.
Die Polizei stellte fest, dass der E-Scooter über eine Leistung von 2.000 Watt verfügte und Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreichen konnte. „Bisherige Erhebungen brachten zutage, dass der E-Scooter eine Stärke von 2.000 Watt verfügt, daher bis zu 60 km/h erreichen kann und somit nicht für den öffentlichen Verkehr zugelassen ist“, teilte die Polizei mit.
Die Mutter des Buben, die ihm das nicht zugelassene Fahrzeug überlassen hatte, erhielt mehrere Anzeigen.
Im Jahr 2024 wurden in Österreich laut Statistik Austria 2.476 Kinder bis 14 Jahre bei Straßenverkehrsunfällen verletzt oder getötet, davon 855 Kinder beim Fahrrad- oder E-Scooterfahren. Nur 39 Prozent dieser Kinder trugen zum Unfallzeitpunkt einen Helm.