Der Getränkehersteller Rauch hat eine neue 0,5-Liter-Kartonverpackung für Eistee auf den Markt gebracht, die ohne Pfand auskommt. Mit dem deutlich sichtbaren Hinweis „Ohne Pfand“ richtet sich das Unternehmen gezielt an Konsumenten, die den Gang zum Pfandautomaten und das Sammeln von Rückgabebons vermeiden möchten.
Der Zeitpunkt der Markteinführung ist strategisch gewählt: Seit Anfang 2025 unterliegen in Österreich Einweg-Plastikflaschen und Alu-Dosen einem Pfandsystem von 25 Cent pro Stück, während Getränkekartons explizit davon ausgenommen sind. Diese Regelung macht Rauchs neue Kartonverpackung zu einer pfandfreien Alternative.
Ob diese Verpackungsvariante die klassische PET-Flasche dauerhaft verdrängen kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Ein Sprecher des Vorarlberger Unternehmens erklärt zurückhaltend: „Das Produkt ist ganz neu am Markt – für eine Bilanz ist es noch zu früh.“ Erst in einigen Monaten werde man konkretere Aussagen treffen können.
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Erfahrungen aus dem deutschen Markt zeigen, dass Pfandsysteme zunächst häufig zu Absatzeinbußen führen, bevor sich der Verkauf wieder normalisiert.
Produktspezifische Einschränkungen
Die Kartonverpackung unterliegt jedoch produktspezifischen Einschränkungen. Sie eignet sich ausschließlich für stille Getränke, da kohlensäurehaltige Produkte die Verpackung beschädigen würden. Daher bleibt diese Verpackungsform auf Eistee und Säfte beschränkt, während Softdrinks mit Kohlensäure weiterhin in Flaschen oder Dosen abgefüllt werden müssen.
Wichtig für Verbraucher: Pfanderstattung ist nur bei unzerdrückten Flaschen und Dosen mit lesbarem Etikett möglich – ein weiterer Grund, warum die pfandfreie Kartonvariante für viele attraktiv erscheint.
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Recycling-Potential
Obwohl Tetrapaks (Kartonverpackungen) nicht bepfandet sind, entfalten sie ihre Umweltvorteile nur bei korrekter Entsorgung. Die Wirtschaftskammer verweist auf eine Recyclingquote von 42 Prozent im Jahr 2023 – ein Wert, der noch deutliches Steigerungspotential aufweist.
Die Kartonverpackungen bestehen zu rund 75 Prozent aus Karton und sind innen mit Kunststoff beschichtet. Für eine fachgerechte Entsorgung sollten Verbraucher Tetrapaks in den gelben Sack oder die gelbe Tonne werfen.