Neue Zahlen aus dem Innenministerium zeigen einen alarmierenden Trend – und entfachen sofort einen heftigen politischen Streit.
Die Zahl der Anzeigen wegen Kindesmissbrauch in Österreich ist in den vergangenen fünf Jahren um 30 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) an den FPÖ-Abgeordneten Sebastian Schweighofer hervor. Konkret erhöhte sich die Anzahl der Anzeigen von 2.277 im Jahr 2020 auf 2.961 im Jahr 2025.
Besonders stark betroffen sind zwei Altersgruppen: Bei Kindern unter sechs Jahren verzeichnete die Statistik einen Zuwachs von 29 Prozent, bei Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren sogar einen Anstieg um 38 Prozent.
Politische Reaktionen
Die veröffentlichten Zahlen lösten umgehend politische Reaktionen aus. FPÖ-Abgeordneter Schweighofer macht Innenminister Karner persönlich für die Entwicklung verantwortlich und fordert den Rücktritt der gesamten Bundesregierung. In seiner Kritik stellt er einen Zusammenhang mit dem steigenden Anteil ausländischer Tatverdächtiger her.
Schweighofer erklärte dazu: „Innenminister Karner versagt grundsätzlich, wenn es darum geht, die österreichische Bevölkerung von importierter Gewalt zu schützen, aber jetzt haben wir dieses Versagen Schwarz auf Weiß.“ Darüber hinaus sagte er: „Das Multikulti-Experiment sei vollumfänglich gescheitert und wir sind sicher nicht dazu bereit diesen Wahnsinn weiter zuzuschauen, während jeden Tag eine Kinderseele an so einer Tat zerbricht.“
Gruppenvergewaltigungen
Neben dem allgemeinen Anstieg der Anzeigenzahlen zeigen die Daten auch eine deutliche Zunahme bei Gruppenvergewaltigungen mit mindestens drei Tatverdächtigen: Von 22 Fällen im Jahr 2021 stieg diese Zahl bis 2025 auf 50 – mehr als eine Verdoppelung innerhalb von vier Jahren.
Besonders hervorgehoben wird in der Debatte die Entwicklung bei Tatverdächtigen mit syrischer Staatsangehörigkeit.