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Lebensgefahr

Lebensgefahr auf Rädern: Bosnischer Fernbus ohne Bremsen und Servolenkung gestoppt

Lebensgefahr auf Rädern: Bosnischer Fernbus ohne Bremsen und Servolenkung gestoppt
Screenshot/hna.de
2 Min. Lesezeit |

Lebensgefährliche Mängel an Bremsen und Lenkung: Ein bosnischer Fernbus wurde bei einer Großkontrolle in Frankfurt gestoppt. Die Passagiere standen plötzlich im Kalten.

Deutsche Kontrollbehörden haben einen Bus aus Bosnien und Herzegowina wegen gravierender Sicherheitsmängel aus dem Verkehr gezogen. Bei einer umfangreichen Kontrollaktion stellten die Prüfer fest, dass weder Bremsen noch Servolenkung des Fahrzeugs funktionierten. „Eine Weiterfahrt ist einfach nicht möglich. Das ist lebensgefährlich“, erklärte Andreas Fleischhauser von der Verwaltung Darmstadt. Die Passagiere mussten trotz Erschöpfung und Kälte ihre Reise selbständig vom Bahnhof aus fortsetzen.

Die Kontrolle fand im Rahmen einer großangelegten Überprüfungsaktion der vergangenen Woche statt. Im VGF-Depot an der Mannheimer Straße in Frankfurt nahmen über 100 Mitarbeiter verschiedener Aufsichtsbehörden Fernbusse genau unter die Lupe. Einsatzleiter Jerg Lang berichtete: „Wir haben etwa 100 Einsatzkräfte aus drei Bundesländern im Einsatz.“

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Länderübergreifende Kontrollen

Fahrzeuge aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wurden gezielt zur Kontrolle nach Frankfurt gelotst, da die Stadt als wichtiger Knotenpunkt für den Busverkehr gilt. Polizeiaufseherin Alexandra Kerber, die erstmals eine Kontrollaktion dieser Größenordnung koordinierte, betonte die Gründlichkeit der Überprüfungen und den Vorrang der Sicherheit.

In der laufenden und vergangenen Woche wurden Busse sowohl auf der Autobahn als auch am Frankfurter Hauptbahnhof angehalten und zur eingehenden Kontrolle ins VGF-Depot gebracht. „Viele Busse haben sehr lange Fahrten, die Fahrer sind übermüdet, es gibt technische Mängel, Schmuggelware und vieles mehr“, erläuterte Kerber und verwies auf das vor Ort eingesetzte Röntgengerät des Zolls.

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Übermüdete Fahrer

Neben dem bosnischen Bus wurden auch Fahrzeuge aus Rumänien, Bulgarien, Kosovo und anderen Orten überprüft. „Einige Fahrer sind bereits seit 26 Stunden unterwegs“, fügte Kerber hinzu und schilderte einen besonders drastischen Fall, bei dem ein Fahrer über 30 Stunden am Steuer saß.

„Das ist inakzeptabel“, stellte sie unmissverständlich klar.

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KO KOSMO-Redaktion
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