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Neuer Bluttest zur Früherkennung von Krebs

(FOTO: iStock/Perawit Boonchu)
(FOTO: iStock/Perawit Boonchu)

Ein Team von Wissenschaftlern hat eine Technik entwickelt, die es ermöglicht, anhand einer einfachen Blutprobe zu erkennen ob man an Krebs erkrankt ist. Auch die genaue Art des Tumors kann so festgestellt werden.

Die neue Methode, deren Funktionsweise und Ergebnisse in der Fachzeitschrift „npj Precision Oncology“ nachzulesen sind, verspricht einen Durchbruch in der Früherkennung von Krebs. Mit dieser Technik kann eine Diagnose nun schneller und präziser gestellt werden, was die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung maßgeblich verbessert.

Forschungsgruppenleiter G. V. Shivashankar bestätigte die Einzigartigkeit der Errungenschaft: „Das ist das erste Mal weltweit, dass dies jemand geschafft hat.“ Dieser Satz unterstreicht die Bedeutung der Entdeckung, die weltweit Aufsehen erregt und das Potential hat, die Krebsdiagnostik grundlegend zu verändern.

Künstliche Intelligenz

Die Forschungsgruppe verfolgte drei verschiedene Ansätze. In einer ersten Versuchsreihe wurde untersucht, ob das Verfahren in der Lage ist, gesunde Kontrollpersonen von Erkrankten zu unterscheiden. Hierfür wurden die Blutzellen von zehn Patientinnen und Patienten mit denen von zehn Gesunden verglichen. Die verwendete Künstliche Intelligenz konnte gesunde und krebskranke Patienten mit einer Genauigkeit von 85 Prozent differenzieren. Selbst die Analyse einer einzigen beliebigen Zelle erfolgte noch mit einer sehr hohen Genauigkeit, betonte Shivashankar.

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Im zweiten Ansatz wurde überprüft, ob die KI sogar unterschiedliche Tumorarten erkennen kann. Dazu wurde der Algorithmus mit den Daten der Blutzellen von je zehn Erkrankten mit einem Gliom (Tumor des Stützgewebes der Nervenzellen), einem Meningiom (Tumor der Hirnhaut) und einem Hals-Nasen-Ohrentumor gefüttert. Auch dieser Versuch erwies sich als erfolgreich, da die Zuordnungen eine Genauigkeit von mehr als 85 Prozent aufwiesen.

In der dritten Fragestellung schließlich ging es um Patienten, die sich am Zentrum für Protonentherapie ZPT des PSI einer Bestrahlung unterzogen oder unterzogen hatten.

Hoffnung für Krebspatienten

Es könnte sich nicht nur auf die Überwachung des Therapieverlaufs bei Protonentherapie beschränken, sondern auch für viele andere Therapieformen relevant sein, einschließlich Strahlentherapie im Allgemeinen, Chemotherapie und chirurgischen Eingriffen. Die Validität dieser Annahmen muss jedoch durch weitere Forschungen bestätigt werden.