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Buchungswandel

Neuer Urlaubstrend in Istrien: Buchungen plötzlich zu 80 Prozent Last-Minute

Neuer Urlaubstrend in Istrien: Buchungen plötzlich zu 80 Prozent Last-Minute
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Istrien boomt – doch wer bucht, wartet bis zuletzt. Ein Trend verändert den Urlaubsmarkt grundlegend.

In der Hochsaison halten sich derzeit rund 250.000 Urlauber in Istrien auf – doch das Buchungsverhalten dieser Saison unterscheidet sich merklich von früheren Jahren. Last-Minute-Buchungen haben in sämtlichen Unterkunftskategorien deutlich zugenommen. Campingplätze und Hotels sind weitgehend ausgebucht, während private Ferienwohnungen noch vereinzelt verfügbar sind.

Reisende entscheiden sich zunehmend erst kurz vor der Abreise für eine Unterkunft. Lorena John, Präsidentin des Istrischen Verbandes für Familienunterkünfte, bestätigte dies gegenüber HRT: Gäste würden Unterkünfte erst wenige Tage vor ihrer geplanten Ankunft buchen, wobei der Preis ein entscheidender Faktor sei. Private Unterkunftsbetreiber müssten sich anpassen, indem sie mehr Flexibilität und gegebenenfalls Rabatte und kürzere Mindestaufenthalte anbieten.

Dramatischer Wandel

Wie tiefgreifend dieser Wandel tatsächlich ist, verdeutlichen aktuelle Branchenzahlen. Boris Zgomba, Präsident des Verbandes der Reisebüros der Kroatischen Wirtschaftskammer, verwies darauf, dass Last-Minute-Buchungen in den vergangenen Jahren üblicherweise rund 20 Prozent der verbleibenden Kapazitäten ausgemacht hätten. „Dieses Jahr ist die Situation jedoch umgekehrt“, sagte er und merkte an, dass rund 80 Prozent der Kapazität in letzter Minute verkauft würden.

Hintergrund dieses Trends sei das breite Unterkunftsangebot, das Reisenden ermögliche, verschiedene Objekte miteinander zu vergleichen und gezielt nach dem für sie optimalen Verhältnis aus Preis und Qualität zu suchen.

Neue Vorlaufzeiten

Je nach Unterkunftsart fallen die Buchungsvorlaufzeiten dabei sehr unterschiedlich aus. Apartments lassen sich mitunter noch am selben Tag buchen, wohingegen Ferienhäuser in der Regel deutlich früher reserviert werden. Manche Agenturen betrachten mittlerweile selbst Buchungen, die 15 bis 20 Tage im Voraus erfolgen, als Last-Minute-Buchungen – im Vergleich zu den sechs Monaten oder sogar einem Jahr und mehr, die früher üblich waren.

Tourismusexperten sehen darin ein strukturelles Signal: Erfolgreiche private Unterkünfte erforderten zunehmend ein aktives Management, kontinuierliche Verbesserungen und die Berücksichtigung der Erwartungen der Gäste, anstatt als Nebentätigkeit behandelt zu werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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