Österreichs Wirtschaftsminister präsentiert ein Reformpaket zur Entlastung von KMUs. Ab Juli 2025 sollen neue Maßnahmen die Bürokratie verringern.
Österreichs Wirtschaftslandschaft steht vor einer bedeutenden Umgestaltung, die insbesondere Klein- und Mittelbetriebe entlasten soll. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt, die ab Juli 2025 in Kraft treten sollen. Diese Schritte sind Teil eines umfassenden Pakets, das die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft stärken soll.
Zu den geplanten Änderungen gehört die Abschaffung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für leichte Nutzfahrzeuge der Klasse N1. Auch die sogenannte „Zettelwirtschaft“ soll durch die Abschaffung der Belegausdruckpflicht für Beträge bis 35 Euro reduziert werden. Dies soll insbesondere kleineren Unternehmen und dem Handel zugutekommen, indem es den Verwaltungsaufwand spürbar verringert.
Erhöhung der Basispauschalierung
Ein weiterer Schritt ist die Erhöhung der Basispauschalierung. Noch in diesem Jahr wird die Grenze auf 320.000 Euro angehoben, mit einer weiteren Erhöhung auf 420.000 Euro im Jahr 2026. Diese Maßnahmen sollen Bürokratie abbauen und den administrativen Aufwand für die Betriebe reduzieren. Hattmannsdorfer betont, dass dies nur der Anfang eines umfassenden Mittelstandspakets ist, das noch 2023 auf den Weg gebracht werden soll. „Unser Ziel ist es, Österreichs Wirtschaft wieder auf die Überholspur zu bringen – mit weniger Bürokratie, mehr Wettbewerb und besseren Rahmenbedingungen für jene, die täglich anpacken“, erklärte er.
Die nächsten Jahre, insbesondere 2026 und 2027, werden weitere Reformen bringen. Dazu gehören die Vereinfachung von Betriebsübergaben, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und eine Entrümpelung des Betriebsanlagenrechts. Diese Maßnahmen sind ein klares Bekenntnis der Regierung zur Unterstützung des Unternehmertums und zur Sicherung von Arbeitsplätzen.
Im Jahr 2023 gab es in Österreich rund 579.500 Klein- und Mittelbetriebe, die 99,7 Prozent aller Unternehmen ausmachten und etwa 2,5 Millionen Menschen beschäftigten. Diese Unternehmen trugen mit einer Bruttowertschöpfung von 168 Milliarden Euro maßgeblich zur Wirtschaft bei und bildeten 53.700 Lehrlinge aus.
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