Urlaub im Ausland, Karte raus – und schon fallen versteckte Gebühren an. Was Reisende jetzt unbedingt wissen sollten.
Wer auf Reisen im Ausland bezahlt, kann schnell in eine Gebührenfalle tappen. Der ÖAMTC hat dazu praktische Empfehlungen zusammengestellt, wie sich unnötige Kosten bei Kartenzahlungen, Bargeldabhebungen und mobilen Zahlungen vermeiden lassen.
Innerhalb der Eurozone entstehen bei Kartenzahlungen in der Regel keine zusätzlichen Kosten. Anders sieht es außerhalb des Euro-Raums aus: Dort können bei Transaktionen in Fremdwährung Gebühren anfallen. Reiseexpertin Yvette Polasek vom ÖAMTC rät deshalb: „Es lohnt sich daher, die Zahlungskonditionen der eigenen Debit- und Kreditkarte zu vergleichen und jeweils das Zahlungsmittel mit den geringeren Kosten zu wählen.“
Wichtig dabei: Wer an der Kasse die Option zur Sofortumrechnung in Euro angeboten bekommt, sollte diese ablehnen und stattdessen in der Landeswährung zahlen. Der Grund: Bei dieser sogenannten dynamischen Währungsumrechnung (DCC) wird häufig ein ungünstigerer Wechselkurs verwendet, wodurch die Zahlung deutlich teurer werden kann. Auch beim Abheben von Bargeld außerhalb der Eurozone können Betreibergebühren anfallen. Um diese möglichst gering zu halten, empfiehlt es sich, seltener, dafür aber höhere Beträge abzuheben.
Bargeld als Reserve
Dennoch sollte stets ein kleiner Bargeldbetrag für Notfälle griffbereit sein – denn in manchen Regionen der Welt ist Bargeld nach wie vor das bevorzugte oder einzige Zahlungsmittel. Das Bezahlen per Smartphone gewinnt weltweit an Verbreitung und ist in Ländern wie Schweden oder Kanada längst Alltag. Dennoch warnt Polasek vor zu großer Abhängigkeit von dieser Methode: „Bezahlen per Smartphone ist für viele Reisende bequem und in manchen Ländern bereits Standard. Trotz zunehmender Akzeptanz sollte man sich aber nicht ausschließlich darauf verlassen.“
Grundlegende Sicherheitsvorkehrungen wie eine starke Geräte-PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung sowie die Möglichkeit, das Smartphone bei Verlust aus der Ferne zu sperren, sollten vorab eingerichtet sein. Die sicherste Strategie für Reisende bleibt eine Kombination verschiedener Zahlungsmethoden. Dazu Polasek: „Am sichersten ist ein passender Zahlungsmittel-Mix aus Debit- oder Kreditkarte, Smartphone und etwas Bargeld.“
ÖAMTC-Infoangebote
Wer sich vorab über länderspezifische Zahlungsgewohnheiten informieren möchte, findet beim ÖAMTC entsprechende Informationen in der Länder-Info sowie in der App „Meine Reise“.