Die Klimaschutzproteste, die das Straßenbild unserer Städte prägen, lassen die Gemüter in der Bevölkerung hochkochen. Eine kürzlich durchgeführte Unique Research-Umfrage für das „Profil“ zeigt, dass die Akzeptanz für solche Aktionen in der Bevölkerung gering ist. Mehr als drei Viertel der Österreicher befürworten laut der Umfrage sogar Haftstrafen für die Aktivisten.
Die Klimaaktivisten, die mit ihren Klebeaktionen den Straßenverkehr lahmlegen, stoßen auf wenig Gegenliebe. Nicht nur die Autofahrer sind empört, auch die Polizei muss regelmäßig ausrücken, um die Situation zu entschärfen. Die Unique Research-Umfrage zeigt, dass 52 Prozent der Befragten Haftstrafen für die Aktivisten als sehr positiv bewerten, weitere 24 Prozent immerhin noch als positiv. Nur sechs Prozent der Befragten sehen diese Option als sehr negativ.
Die Klimaaktivisten stehen immer wieder vor Gericht. Ihre Protestaktionen sind nicht nur umstritten, sondern ziehen auch hohe Gerichtskosten nach sich. Trotz einiger juristischer Erfolge, bei denen Verwaltungsstrafen deutlich reduziert wurden – wie etwa das Verwaltungsgericht Wien, das in einem Fall die Strafe von 720 Euro auf 100 Euro reduziert hat – bleiben die Kosten hoch.
Reaktion der Aktivisten
Die Aktivisten selbst sehen sich in einem „entschuldigenden Notstand“ aufgrund der Klimakrise. Trotz der hohen Gerichtskosten und der geringen öffentlichen Akzeptanz ihrer Aktionen sind sie nicht bereit, ihren Protest einzustellen. Stattdessen bitten sie um Spenden, um die Gerichtskosten decken zu können.
Anfang September soll in Wien die nächste große Protestwelle starten.