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Verteidigung

Österreich rüstet auf: Langstreckensysteme für Sky Shield im Anflug

(FOTO: BKA/Andy Wenzel)
Bundeskanzler Karl Nehammer gemeinsam mit Bundesministerin Klaudia Tanner die Einsatzzentrale Basisraum in Sankt Johann im Pongau. (FOTO: BKA/Andy Wenzel)

Am Mittwoch trifft sich der Ministerrat, um Pläne für die Anschaffung von Langstreckensystemen im Rahmen des europäischen Luftverteidigungssystems Sky Shield zu beschließen. Diese Investition, die für 2027 geplant ist, markiert den Abschluss der österreichischen Planung für die volle Wirkungskraft von Sky Shield.

Bereits Anfang Juli signalisierte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) Österreichs Bereitschaft, sich der von Deutschland initiierten Luftverteidigungsinitiative anzuschließen. Mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung ebnete Tanner den Weg für eine gemeinsame Beschaffung und Ausbildung mit unserem Nachbarland. Im Fokus steht hierbei der Kauf von acht Einheiten des deutschen Mittelstrecken-Luftabwehrsystems IRIS-T.

Österreichische Neutralität?

Doch die ambitionierten Pläne der Regierung enden nicht bei der Zusammenarbeit mit Deutschland. Wie aus Regierungskreisen verlautet, soll am Mittwoch im Ministerrat die Anschaffung von Langstreckensystemen mit einer Reichweite von über 50 Kilometern für das europäische Luftverteidigungssystem Sky Shield diskutiert werden. Damit würde Österreich seine Planungen für eine vollständige Integration in das Sky Shield-System abschließen.

Patriot oder Arrow?

Doch welche Systeme kommen für die Langstreckenverteidigung in Frage? Informationen der Krone zufolge, stehen das US-amerikanische Patriot-System und das Arrow-System, eine Gemeinschaftsentwicklung von Israel und den USA, auf der Liste der potenziellen Kandidaten.

Österreichs Beitritt zum Sky Shield: Neutralität gefährdet?

Die geplante Anschaffung der Langstreckensysteme stellt eine Ergänzung des zehnjährigen Aufbauplans des Bundesheeres dar. Jedoch wurde das neue System im Aufbauplans noch nicht berücksichtigt.

Sandra Plesser
Als zweites Kind jugoslawischer Gastarbeiter wurde Sandra in Wien geboren und studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Während ihrer Tätigkeit als Redakteurin bei Advanced Photoshop, mokant und Der Standard baute sie mittels Weiterbildungen ihr Wissen im Bereich Social Media-, Content- und Veranstaltungsmanagement aus. Nach drei Jahren in der Eventorganisation widmet sie sich bei KOSMO wieder ihrer Passion: dem Journalismus.