Österreich erlebt einen Trockenheitsrekord, der 169 Jahre Messgeschichte in den Schatten stellt – mit drastischen Folgen für das ganze Land.
Im Frühjahr 2026 hat Österreich einen klimatischen Negativrekord verzeichnet, der in der 169-jährigen Messgeschichte des Landes ohne Vergleich ist. Die Niederschlagsabweichungen gegenüber dem Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 erreichten in manchen Regionen bis zu 80 Prozent.
Historische Trockenheit
Laut der vorläufigen Klimabilanz der GeoSphere Austria stellte der Zeitraum vom 1. März bis zum 31. Mai eine historische Zäsur dar. „Zwischen 1. März und 31. Mai war Österreich in der 169-jährigen Messgeschichte noch nie von derartiger Trockenheit betroffen„, hieß es am Freitag.
Im Vergleich zum Klimamittel 1991 bis 2020 lag die Niederschlagsabweichung demnach bei minus 50 Prozent.
Regionale Unterschiede
Laut Auswertungen von GeoSphere Austria waren besonders Osttirol, Oberkärnten sowie die West- und Oststeiermark von der Trockenheit betroffen, mit einem Niederschlagsdefizit zwischen 50 und 70 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Auch das Burgenland, Wien sowie der Osten Niederösterreichs (Industrie- und Weinviertel) waren deutlich zu trocken, wobei dort 25 bis 40 Prozent des üblichen Niederschlags fehlten.